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Nord Stream

US-Investor will Nord Stream 2 kaufen: „Kontrolle über europäische Energieversorgung“

Deutschland droht im Winter eine Energiekrise. Neue US-Sanktionen verschärfen den Preisanstieg. Nach einem Frieden in der Ukraine könnten die USA den Markt kontrollieren.

Simon Zeise
4 Min
Nord Stream 2: Von Russland gebaut, von den USA günstig gekauft?

Nord Stream 2: Von Russland gebaut, von den USA günstig gekauft?

© Bernd Wüstneck/dpa

Die Energieversorgung in Deutschland bleibt ein Risiko. Nachdem Präsident Joe Biden in der vergangenen Woche Sanktionen gegen die russische Gazprombank verhängt hatte, stiegen die Gaspreise in Europa auf ein neues Jahreshoch. Die Gazprombank ist das entscheidende Finanzinstitut in Russland, das den Gashandel mit Europa abwickelt. Am Freitag kletterte der niederländische Referenzwert TTF auf über 49 Euro pro Megawattstunde.

Ökonomen warnen bereits vor einer vertieften „Energiekrise“. In diesem Jahr sind die Energiepreise in Europa bereits um mehr als 45 Prozent gestiegen. Auch wenn sie noch weit von den Rekordwerten von mehr als 300 Euro pro Megawattstunde aus dem Jahr 2022 liegen, drücken sie jedoch die Einkommen der Bevölkerung erheblich und verschärfen den Wettbewerbsdruck von Unternehmen. Die Unsicherheit steigt, weil der kalte November die Gas-Nachfrage erhöht hat. Zum Jahreswechsel soll zudem nach dem Willen der ukrainischen Regierung kein russisches Gas mehr durch die Ukraine fließen.

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