BAGDAD. Die irakischen Zellen des Terrornetzwerks El Kaida haben sich zu den Anschlägen von Bagdad mit mehr als 120 Toten bekannt. Die Organisation Islamischer Staat im Irak habe in einem Online-Islamistenforum die Verantwortung übernommen, teilte die auf die Beobachtung islamistischer Websites spezialisierte US-Firma Site. Der irakische El-Kaida-Zweig kündige darin an, seine Anschlagsserie fortzusetzen, bis im Irak das Gesetz des Islam gelte.Unterdessen traf US-Verteidigungsminister Robert Gates gestern in Bagdad ein. Er wollte den irakischen Präsidenten Dschalal Talabani sowie Regierungschef Nuri al-Maliki und ranghohe Vertreter der US-Streitkräfte treffen. Derzeit sind noch 115 000 US-Soldaten im Irak stationiert, ihre Zahl soll bis August 2010 auf 50 000 sinken. Ihr kompletter Abzug ist bis Ende 2011 geplant.Mit Blick auf die Anschlagsserie in der irakischen Hauptstadt sagte ein Pentagon-Sprecher, Gates werde den Irakern die Hilfe der US-Soldaten anbieten, um die Folgen der Attentate zu bewältigen. Bei der koordinierten Zündung von fünf Autobomben in verschiedenen Stadtteilen Bagdads waren am Dienstag 127 Menschen getötet und mehr als 400 weitere verletzt worden. Es handelte sich um eine der schwersten Anschlagsserien seit Jahresbeginn. (AFP)
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