Nahost

US-Zerstörer in Straße von Hormus: Minenräumung beginnt – Iran kündigt „entschlossene“ Reaktion an

Nach Trumps Ankündigung starten die USA einen Einsatz in der Straße von Hormus. Der Iran droht Militärschiffen.

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US-U-Boot „USS Georgia“ (vorne) und Kreuzer „USS Port Royal“ in der Straße von Hormus. (Archivbild)

US-U-Boot „USS Georgia“ (vorne) und Kreuzer „USS Port Royal“ in der Straße von Hormus. (Archivbild)

© Indra Beaufort/U.S. Naval Forces

Die USA haben mit der Räumung von Seeminen in der Straße von Hormus begonnen. Zwei Zerstörer der US-Marine hätten die Meerenge durchquert und operierten inzwischen im Persischen Golf, teilte das zuständige Regionalkommando US Central Command (CENTCOM) mit.

Demnach sollen weitere Kräfte, darunter Unterwasserdrohnen, in den kommenden Tagen hinzukommen. Ziel sei es, die Schifffahrtsroute wieder vollständig nutzbar zu machen. „Wir haben begonnen, eine sichere Passage einzurichten“, erklärte CENTCOM-Kommandeur Brad Cooper.

Der Einsatz folgt auf eine Ankündigung von US-Präsident Donald Trump vom Vortag. Trump hatte erklärt, die USA würden die Straße von Hormus „räumen“ – „als Gefallen für Länder auf der ganzen Welt“, darunter China, Japan, Südkorea, Frankreich und Deutschland. Diese hätten „nicht den Mut oder den Willen“, selbst zu handeln.

Trump zufolge gehe vom Iran im Wesentlichen nur noch die Drohung durch Seeminen aus. Schiffe könnten auf Minen stoßen. Zugleich behauptete er, sämtliche 28 iranischen Minenabwurfboote lägen bereits „auf dem Meeresgrund“. Diese Angaben lassen sich unabhängig nicht überprüfen.

Hinweise auf Minen und Angriffe

US-Regierungsvertreter hatten bereits zuvor erklärt, nach Geheimdiensterkenntnissen seien mehrere Seeminen in der Region verlegt worden. Dabei handele es sich unter anderem um im Iran hergestellte Modelle, die entweder am Meeresboden liegen oder an Ankerseilen befestigt sind und auf vorbeifahrende Schiffe reagieren. Zusätzlich seien Drohnen und Raketen eingesetzt worden, um den Schiffsverkehr zu stören, berichten US-Medien unter Berufung auf Sicherheitskreise.

Iran droht US-Militärschiffen

Die iranischen Revolutionsgarden reagierten mit scharfen Warnungen. Jede Durchfahrt militärischer Schiffe durch die Meerenge werde „entschlossen“ beantwortet, erklärte die Marineeinheit der Eliteeinheit laut der Nachrichtenagentur AFP. Die Passage solle nur unter bestimmten Bedingungen für zivile Schiffe erlaubt werden. Berichten zufolge versucht der Iran, für die Meerenge Gebühren zu verlangen – bei großen Tankern teils bis zu zwei Millionen US-Dollar.

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Durch die Straße von Hormus werden täglich rund 20 Millionen Barrel Öl transportiert, etwa ein Fünftel des weltweiten Angebots. Ein Großteil der Lieferungen stammt aus den Golfstaaten und ist für Abnehmer in Asien bestimmt. Die Meerenge ist damit eine der zentralen Engstellen des globalen Energiemarkts. Schon kleinere Störungen wirken sich unmittelbar auf Preise und Lieferketten aus.

Friedensgespräche in Pakistan ohne Ergebnis

Parallel zu der neuen Entwicklung in der Straße von Hormus sind diplomatische Bemühungen vorerst gescheitert. US-Vizepräsident JD Vance erklärte nach einem 21-stündigen Verhandlungsmarathon in Islamabad, es sei keine Einigung mit dem Iran erzielt worden. Teheran habe „unsere Bedingungen nicht akzeptiert“.

Der iranische Parlamentspräsident Mohammad Bagher Ghalibaf warf Washington daraufhin vor, kein Vertrauen geschaffen zu haben. Auch der frühere Außenminister Mohammad Dschawad Sarif erklärte, die USA hätten versucht, ihre Bedingungen zu „diktieren“.

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