Schüsse in Washington

Nationalgardistin tot: Trump kündigt Stopp von Migration aus „Drittweltländern“ an

Ein 29-jähriger Afghane soll auf zwei Nationalgardisten geschossen haben. Eine Soldatin erlag ihren Verletzungen. Donald Trump reagiert mit weitreichenden Ankündigungen zur Migrationspolitik.

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US-Präsident Donald Trump reagiert nach dem Tod einer Nationalgardistin

US-Präsident Donald Trump reagiert nach dem Tod einer Nationalgardistin

© AP

Nach dem Tod einer Nationalgardistin infolge eines Schusswaffenangriffs in Washington hat US-Präsident Donald Trump eine Aussetzung der Migration aus „allen Drittweltländern“ angekündigt. „Ich werde die Migration aus allen Drittweltländern dauerhaft aussetzen, damit sich das US-System vollständig erholen kann“, erklärte Trump am Donnerstag in Onlinenetzwerken. Er drohte zudem damit, „Millionen“ von Einreisegenehmigungen rückgängig zu machen, die unter seinem Vorgänger Joe Biden erteilt worden waren.

Trump schrieb weiter, dass er alle Bundesleistungen für Nicht-US-Bürger beenden werde. Es würden alle Ausländer ausgewiesen, die ein Sicherheitsrisiko darstellten oder die nicht mit der „westlichen Zivilisation“ vereinbar seien.

Die 20 Jahre alte Soldatin der Nationalgarde aus West Virginia war am Mittwochabend in der Nähe der U-Bahnhaltestelle Farragut West, nur wenige Häuserblöcke vom Weißen Haus entfernt, angeschossen worden und später ihren schweren Verletzungen erlegen. Ein 24 Jahre alter Nationalgardist aus demselben Bundesstaat wurde ebenfalls getroffen und kämpft laut Trump weiter um sein Leben. „Er befindet sich in sehr schlechtem Zustand“, sagte der Präsident bei einem Gespräch mit online zugeschalteten Angehörigen des US-Militärs.

Afghanischer Verdächtiger soll früher für die CIA gearbeitet haben

Der 29 Jahre alte Tatverdächtige wurde überwältigt und festgenommen. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft stammt er aus Afghanistan. Trump bezeichnete den Angriff als „Akt des Terrors“ und den Mann als „Monster“.

US-Medien zufolge reiste der Verdächtige 2021 in die Vereinigten Staaten ein und erhielt erst 2025 nach Trumps Amtsantritt Asyl. CIA-Direktor John Ratcliffe sagte Fox News, der Mann habe in Kandahar für Partnerorganisationen des US-Militärs gearbeitet und dabei auch für die US-Regierung und die CIA. Dem stehen Berichte von CNN und einer Reporterin von Fox News gegenüber, die eine mit dem Fall vertraute Person zitieren: „Er war bei allen Kontrollen unauffällig.“

Trump: „Wir haben eine Menge Probleme mit Afghanen“

Trump sprach von einer ungeprüften Einreise und kritisierte die Einwanderungspolitik scharf. „Wir haben eine Menge Probleme mit Afghanen, weil so viele von ihnen hier herkommen“, sagte er. Viele von ihnen kämen unkontrolliert ins Land und seien kriminell. Belege nannte er nicht.

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Nur wenige Stunden nach den Schüssen teilte die Einwanderungsbehörde USCIS mit, die Bearbeitung sämtlicher Einwanderungsanträge afghanischer Staatsangehöriger bis auf Weiteres auszusetzen. Zudem kündigte Trump Überprüfungen aller Menschen aus Afghanistan an, die unter Joe Biden in die Vereinigten Staaten gekommen waren.

Auf Trumps Weisung kündigte USCIS-Leiter Joseph Edlow eine „gründliche und umfassende Überprüfung aller Green Cards aller Ausländer aus allen problematischen Ländern“ an. Auf Nachfrage von CNN nannte die Behörde 19 betroffene Staaten, darunter Afghanistan, Iran, Libyen, Somalia, Sudan, Jemen, Burundi, Kuba und Venezuela.

US-Organisation warnt vor politischer Instrumentalisierung

Die US-Organisation AfghanEvac warnte davor, den Angriff politisch zu instrumentalisieren. Die isolierte Tat eines Einzelnen dürfe nicht als Vorwand dienen, eine ganze Gemeinschaft zu diskreditieren, hieß es in einer Mitteilung.

Vor Bekanntwerden des Todes der Nationalgardistin hatte die amtierende Staatsanwältin für die US-Hauptstadt, Jeanine Pirro, gesagt, sollte einer der beiden Nationalgardisten sterben, wolle sie den Tatverdächtigen wegen Mordes anklagen. Justizministerin Pam Bondi kündigte im US-Sender Fox News an, in diesem Fall die Todesstrafe für den Mann anzustreben.

Trump ordnete nach den Schüssen die Entsendung von rund 500 weiteren Soldatinnen und Soldaten der Nationalgarde in die Hauptstadt an. Seit dem Sommer sind mehr als 2.000 Nationalgardisten in der Stadt im Einsatz. Trump sprach zudem mit der Familie der Getöteten und kündigte an, an der Beisetzung teilnehmen zu wollen.

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