Laut US-Präsident Donald Trump ist die Unterzeichnung des Iran-Deals für diesen Sonntag geplant. Das schrieb er auf seiner Plattform Truth Social. Unmittelbar danach solle die Straße von Hormus wieder geöffnet werden, kündigte Trump in seinem Statement an.
Bereits zuvor gab Pakistans Premierminister Shehbaz Sharif an, dass er innerhalb von 24 Stunden mit dem Abschluss einer Friedensvereinbarung zwischen den USA und dem Iran rechne. Pakistan bereite sich „auf die elektronische Unterzeichnung des Friedensabkommens unmittelbar danach vor“, schrieb Sharif am Samstag auf X.
Am Freitag hatte Sharif erklärt, es liege ein „endgültiger, einvernehmlicher Text des Friedensabkommens“ vor. Pakistan, das in dem Konflikt als Vermittler auftritt, werde nun eng mit beiden Seiten zusammenarbeiten, um die nächsten Schritte festzulegen. „Noch nie war der Frieden so nah wie jetzt“, so Sharif.
Der Sprecher des iranischen Außenministeriums, Esmail Baghaei, erklärte laut Reuters im staatlichen Fernsehen, dass die Möglichkeit einer Unterzeichnung in den kommenden Tagen nicht ausgeschlossen werden könne. Jedoch werde die Unterzeichnung nicht am Sonntag stattfinden.
Trotz Verhandlungen: US-Militär meldet Abschuss iranischer Drohnen in Straße von Hormus
Was ist über den Inhalt des Abkommens bekannt?
Nach Informationen der New York Times, die sich auf zwei iranische und einen regionalen Beamten beruft, sieht die mögliche Vereinbarung eine Beendigung der Kampfhandlungen, die Wiederöffnung der Straße von Hormus und die Aufhebung der US-Seeblockade gegen den Iran vor. Im Anschluss sollten Verhandlungen über das iranische Atomprogramm beginnen, die maximal 60 Tage dauern und für deren Dauer die Kämpfe an allen Fronten, auch im Libanon, ruhen sollten.
Die Unterzeichnung werde voraussichtlich in Genf stattfinden, hieß es weiter. US-Vizepräsident JD Vance solle voraussichtlich die amerikanische Delegation anführen, der iranische Parlamentspräsident Mohammad Bagher Ghalibaf die iranische. Laut den Quellen ähnele die Vereinbarung früheren Versionen, die in den vergangenen Wochen während Verhandlungen entstanden sind, jedoch habe es einige Änderungen am Wortlaut gegeben.
Israel rückt im Südlibanon vor
Ungeachtet der Verhandlungen setzen sich die Kämpfe im Südlibanon fort. Die libanesische Armee zog nach Angaben eines hochrangigen Militärvertreters gegenüber der Nachrichtenagentur AP ihre Truppen aus einem Stützpunkt im Dorf Kfar Tebnit ab, nachdem israelische Truppen in die Region vorgerückt waren.
Die israelische Armee forderte laut Nachrichtenagentur AFP die Bewohner von rund 20 Ortschaften rund um die südlibanesische Stadt Nabatije zur sofortigen Evakuierung auf. Armeesprecher Avichay Adraee erklärte dem Bericht zufolge, das Militär werde „mit aller Härte vorgehen“. Die staatliche libanesische Nachrichtenagentur NNA berichtete laut AP am Samstag von Luftangriffen auf verschiedene Dörfer.
Die seit dem 17. April geltende Waffenruhe im Libanon wird nach Angaben von AP weitgehend nur dem Namen nach eingehalten, da Israel und die Hisbollah ihre Angriffe fortsetzten. Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu erklärte laut Times of Israel am Donnerstag, Israel sei nicht Teil der möglichen Vereinbarung zwischen dem Iran und den USA.
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