USA

Wahlbetrug in den USA: Vollverschleiert und mit Fantasienamen ins Wahllokal

Ein Journalist verkleidet sich als verhüllte Wählerin, bürgt für sieben Fremde und niemand verlangt einen Ausweis. Ein Selbstversuch zeigt, wie verwundbar US-Wahlen wirklich sind.

Andrew Hammel
8 Min
Wählen ohne Gesicht: Ein Selbstversuch legt die Schwachstellen des US-Wahlsystems offen.

Wählen ohne Gesicht: Ein Selbstversuch legt die Schwachstellen des US-Wahlsystems offen.

© Imago

Eine Frau namens „Genevieve“ betritt ein Wahllokal in Minneapolis, Minnesota, um bei einer Vorwahl ihre Stimme abzugeben. Sie trägt einen Niqab, der ihr Gesicht vollständig verhüllt, sodass nur ihre Augen zu sehen sind. Sie nennt der Wahlhelferin den Namen einer Person, die im örtlichen Wahlbezirk wohnt und im Wählerverzeichnis eingetragen ist. Die Wahlhelferin bestätigt, dass eine Person mit diesem Namen im Wählerverzeichnis steht. „Genevieve“ wird mitgeteilt, dass sie ihre Stimme abgeben darf. Die Wahlhelferin verlangt keinen Ausweis, sie bittet Genevieve nicht einmal, den Schleier anzuheben, damit ihr Gesicht vollständig sichtbar ist.

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