Geopolitik

USA verschärfen Vorgehen gegen Venezuela – Putin stellt sich hinter Maduro

Die USA bereiten das Abfangen weiterer venezolanischer Öltanker vor. Zugleich sichert Russlands Präsident Wladimir Putin Nicolás Maduro in einem Telefonat Unterstützung zu.

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Russlands Präsident Wladimir Putin stellt sich inmitten der Spannungen zwischen den USA und Venezuela hinter Nicolás Maduro.

Russlands Präsident Wladimir Putin stellt sich inmitten der Spannungen zwischen den USA und Venezuela hinter Nicolás Maduro.

© Federico Parra/Mikhail Metzel/AFP

Die Spannungen zwischen den Vereinigten Staaten und Venezuela verschärfen sich weiter. Nach Informationen der Nachrichtenagentur Reuters bereitet die US-Regierung die Abfangaktion weiterer Öltanker vor, die venezolanisches Rohöl transportieren sollen. US-Streitkräfte hatten in dieser Woche einen Tanker vor der Küste Venezuelas gestoppt. Die Maßnahme ist Teil eines wachsenden militärischen Engagements der USA in der südlichen Karibik. Präsident Donald Trump drängt seit Monaten auf eine Absetzung des venezolanischen Staatschefs Nicolás Maduro.

Parallel dazu verhängte das US-Finanzministerium neue Sanktionen gegen sechs Schiffe, die venezolanisches Öl transportieren. Wie die BBC berichtet, setzte das Ministerium zudem drei Neffen von Maduros Ehefrau Celia Flores auf die Sanktionsliste des Office of Foreign Assets Control. Die Maßnahmen stützen sich auf die Präsidialverfügung 14059, die sich gegen ausländische Akteure richtet, die in den internationalen Drogenhandel verwickelt sind.

Venezuela wirft den USA einen „Akt internationaler Piraterie“ vor

Die Einnahme des Öltankers durch US-Soldaten heizt den Konflikt zwischen beiden Ländern massiv an. Venezuela warf der US-Regierung am Mittwoch (Ortszeit) „Diebstahl“ vor. Der Tanker ist nach US-Angaben Teil der sogenannten Schattenflotte, die weltweit sanktioniertes Öl schmuggelt. Das Schiff war laut Medienberichten seit 2022 mit US-Sanktionen belegt. Das Außenministerium in Washington begründete sie demnach mit Verbindungen zum Iran und zu pro-iranischen Hisbollah-Miliz im Libanon. Die „Skipper“ war Berichten zufolge nach Kuba unterwegs, als die USA den Tanker beschlagnahmten.

Das venezolanische Außenministerium warf den USA einen „Akt internationaler Piraterie“ vor. Venezuela ist Mitglied der Organisation erdölexportierender Länder (Opec) und hat die größten Erdölreserven der Welt. Bereits in Trumps erster Amtszeit (2017 bis 2021) hatten die USA Sanktionen gegen den Ölsektor Venezuelas verhängt. China ist seitdem der größte Ölkunde des südamerikanischen Landes.

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Putin sichert Maduro Unterstützung zu

Russlands Präsident Wladimir Putin sicherte Maduro unterdessen in einem Telefonat seine Unterstützung zu, wie der Kreml mitteilte. Putin hob die strategische Partnerschaft beider Länder hervor und sprach dem venezolanischen Volk Solidarität zu. Er befürwortete nach Angaben aus Moskau Maduros Kurs, die „nationalen Interessen und die Souveränität des Landes“ gegen äußeren Druck zu schützen. Hinweise auf militärische Unterstützung gab es in der Mitteilung nicht. Das russische Außenministerium warnte zugleich vor einer weiteren Eskalation der Lage und forderte die USA auf, einen Krieg zu vermeiden. Zugleich verwies Moskau auf mögliche unvorhersehbare Folgen für die gesamte westliche Hemisphäre.

Russland ist ein enger Verbündeter Venezuelas, steht jedoch durch seinen eigenen Krieg gegen die Ukraine unter Druck. Zudem verhandelt Putin derzeit mit den USA über einen möglichen Weg zu einem Ende des Kriegs in der Ukraine und über eine Verbesserung der bilateralen Beziehungen.

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