Die Regierung von US-Präsident Donald Trump begrenzt die Aufenthaltsdauer ausländischer Studenten, Teilnehmer von Austauschprogrammen und Journalisten. Das US-Heimatschutzministerium legte am Donnerstag eine endgültige Regelung vor, die für die drei Gruppen feste Fristen einführt. Betroffen sind Inhaber von F-Visa für Studierende, J-Visa für Austauschprogramme und I-Visa für ausländische Medienvertreter. Bislang durften sie grundsätzlich so lange in den USA bleiben, wie ihr Studium, Austauschprogramm oder ihre berufliche Tätigkeit dauerte und sie die jeweiligen Voraussetzungen erfüllten.
Künftig werden Studenten und Austauschgäste für höchstens vier Jahre zugelassen. Ausländische Journalisten dürfen sich bis zu 240 Tage im Land aufhalten. Für chinesische Medienvertreter gilt eine deutlich kürzere Frist von höchstens 90 Tagen. Verlängerungen können beantragt werden.
Die Regelung soll 60 Tage nach ihrer Veröffentlichung im US-Bundesregister in Kraft treten. Zuvor kann sie noch vom Kongress überprüft werden, berichtete die Nachrichtenagentur Reuters.
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Neue Auflagen für ausländische Studenten
Die neuen Vorschriften beschränken auch die Möglichkeiten ausländischer Studenten, während ihres Aufenthalts die Hochschule oder das Studienziel zu wechseln. Studierende in weiterführenden Studiengängen benötigen dafür künftig eine Genehmigung.
Zudem halbiert die Regierung die Frist, innerhalb der Studenten nach dem Abschluss ihres Studiums oder ihrer Ausbildung die USA verlassen müssen. Statt bislang 60 Tagen bleiben ihnen künftig nur noch 30 Tage. Wer länger im Land bleiben möchte, muss eine Verlängerung beantragen oder ausreisen und bei einer späteren Rückkehr erneut zugelassen werden.
Das Heimatschutzministerium begründete die Verschärfung mit der gestiegenen Zahl ausländischer Studenten und Austauschgäste. Im Jahr 2024 wurden nach Angaben der Behörde mehr als 1,8 Millionen Einreisen mit Studentenvisa registriert. Das waren elf Prozent mehr als im Vorjahr. Hinzu kamen mehr als 500.000 Visa für Austauschgäste und 37.300 Visa für Medienvertreter.
Die steigenden Zahlen erschwerten es der Behörde, die Einhaltung der Aufenthaltsbestimmungen zu überwachen, erklärte das Ministerium. Es gebe Fälle, in denen Studenten und Austauschgäste jahrzehntelang mit entsprechenden Visa in den USA geblieben seien.
Kritiker warnen vor zusätzlicher Bürokratie
Der frühere Mitarbeiter des Heimatschutzministeriums Doug Rand kritisierte die Entscheidung. Die meisten Amerikaner verstünden den Nutzen internationaler Studenten und wollten unnötige Bürokratie abbauen, sagte er Reuters. Die neue Regelung bewirke das Gegenteil. David Bier vom wirtschaftsliberalen Cato Institute warnte, Studenten hätten nach ihrem Abschluss künftig nur noch 30 Tage Zeit, einen Arbeitgeber zu finden, der ihren weiteren Aufenthalt unterstütze. Für die zusätzlichen Einschränkungen bei Studien- und Hochschulwechseln gebe es seiner Ansicht nach keine ausreichende gesetzliche Grundlage.
Die chinesische Regierung hatte bereits gegen die verkürzte Aufenthaltsfrist für chinesische Journalisten protestiert und sie als diskriminierend bezeichnet. Eine Stellungnahme der chinesischen Botschaft zur endgültigen Regelung lag zunächst nicht vor.
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