Fußballweltmeisterschaft

USA wollen Irans WM-Team nicht im Land haben – Spieler müssen pendeln

Die iranische Nationalmannschaft darf zwar an der Fußball-WM 2026 in den USA spielen – übernachten soll das Team dort aber nicht. Stattdessen zieht der Iran sein Quartier nach Mexiko um.

Alexander Schmalz Alexander Schmal
3 Min
Irans Nationalmannschaft bei einer WM-Zeremonie in Teheran.

Irans Nationalmannschaft bei einer WM-Zeremonie in Teheran.

© Hossein/imago

Die iranische Fußball-Nationalmannschaft wird während der Weltmeisterschaft 2026 ihr Teamquartier nicht wie ursprünglich geplant in den USA, sondern im mexikanischen Tijuana beziehen. Das bestätigten Mexikos Präsidentin Claudia Sheinbaum sowie der Weltfußballverband FIFA.

Demnach sollen die iranischen Spieler nur zu ihren Gruppenspielen in die USA einreisen und anschließend wieder nach Mexiko zurückkehren. Der Iran trifft bei der WM auf Neuseeland, Belgien und Ägypten. Die Spiele finden in Inglewood bei Los Angeles sowie in Seattle statt.

USA wollten Iran offenbar nicht dauerhaft im Land haben

Sheinbaum erklärte am Montag, ein Vertreter der FIFA habe ihrer Regierung mitgeteilt, die USA wollten nicht, dass sich die iranische Mannschaft außerhalb der Spieltage dauerhaft auf amerikanischem Staatsgebiet aufhalte. Mexiko habe daraufhin zugestimmt, das Team in Tijuana nahe der Grenze zu Kalifornien unterzubringen. „Wir haben damit kein Problem“, sagte sie.

Die iranische Fußballföderation hatte zuvor erklärt, das ursprünglich geplante Basislager in Tucson im Bundesstaat Arizona werde aufgegeben. FIFA bestätigte die Änderung am Montag offiziell mit der Veröffentlichung der WM-Quartiere aller 48 Mannschaften.

Hintergrund ist Krieg zwischen Iran, Israel und den USA

Die Entscheidung fällt vor dem Hintergrund des Krieges zwischen dem Iran sowie Israel und den USA. Seit Beginn der Angriffe Ende Februar gab es immer wieder Spekulationen darüber, ob die iranische Mannschaft überhaupt in einem der Gastgeberländer der Weltmeisterschaft antreten würde.

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US-Präsident Donald Trump hatte im März erklärt, Iran sei bei der WM grundsätzlich willkommen. Zugleich sagte er jedoch, ein längerer Aufenthalt des Teams in den USA sei „für ihre eigene Sicherheit“ nicht angemessen. Der Präsident des iranischen Fußballverbands, Mehdi Taj, erklärte laut CNN, die Verlegung nach Mexiko solle auch mögliche Visa-Probleme umgehen und direkte Flüge der staatlichen Fluggesellschaft Iran Air erleichtern.

Diskussionen um Sicherheit und Politik

Die Situation hatte zuletzt auch politische Debatten ausgelöst. Trumps Sondergesandter Paolo Zampolli hatte im April vorgeschlagen, Italien könne Iran bei der WM ersetzen. FIFA und italienische Regierungsvertreter wiesen die Idee zurück.

Die Weltmeisterschaft 2026 findet vom 11. Juni bis 19. Juli in den USA, Kanada und Mexiko statt. Iran hatte sich als Gruppensieger der asiatischen Qualifikation zum vierten Mal in Folge für das Turnier qualifiziert.

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