Das Pentagon schickt nach Angaben des Wall Street Journal eine weitere Flugzeugträgerkampfgruppe sowie eine zusätzliche Marineeinheit in den Nahen Osten. Insgesamt sollen dadurch etwa 9000 bis 10.000 weitere Soldaten in die Region kommen. US-Vertreter gaben laut dem Bericht an, die Schiffe, Kampfflugzeuge, Marines und Seeleute sollen bis Ende November in der Region eintreffen.
Der Flugzeugträger „USS Theodore Roosevelt“ verließ demnach am Sonntag seinen Heimathafen San Diego. Der Flugzeugträger führt typischerweise rund 5000 US-Militärangehörige mit. Ebenfalls auf dem Weg in die Region sind dem Bericht zufolge drei amphibische Schiffe.
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Drei Flugzeugträger in der Region?
Bereits im Nahen Osten befinden sich laut Wall Street Journal die Flugzeugträger „USS George H.W. Bush“ und „USS George Washington“. Nach Angaben von Axios könnte die Ankunft der „Theodore Roosevelt“ die Zahl der Flugzeugträgerkampfgruppen in der Region auf drei erhöhen. Ein US-Regierungsvertreter sagte dem Portal, dies würde „deutlich mehr Feuerkraft“ bedeuten.
Ob es tatsächlich bei drei Flugzeugträgerkampfgruppen bleibt, ist allerdings noch offen. Das Wall Street Journal berichtete, die „George Washington“ könnte die Region verlassen und zu ihrem Heimathafen in Japan zurückkehren. Damit würde die Zahl wieder auf zwei sinken. Auch Axios berichtete, es sei noch nicht entschieden, ob die „Theodore Roosevelt“ einen der bereits eingesetzten Flugzeugträger ablöst oder zusätzlich in der Region bleibt.
Patriot-Systeme für Energieanlagen
Zusätzlich verstärken die USA offenbar den Schutz wichtiger Energieanlagen in Saudi-Arabien und Katar, wie Axios unter Berufung auf mehrere Quellen berichtete. Das US-Militär habe in den vergangenen Wochen zwei weitere Patriot-Flugabwehrbatterien in die beiden Länder verlegt – jeweils eine zum Schutz einer wichtigen Öl- beziehungsweise Erdgas-Anlage.
Hintergrund ist laut Axios die Sorge, dass Iran im Falle einer Wiederaufnahme größerer US-Angriffe gegen iranische Ziele Energieanlagen in den beiden Golfstaaten angreifen könnte. Die zusätzlichen Patriot-Systeme sollen demnach die Verbündeten absichern.
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Die Verlegung des Flugzeugträgers erfolgt vor dem Hintergrund einer möglichen Wiederaufnahme der US-Angriffe auf Iran. Das Wall Street Journal berichtete, Präsident Donald Trump erwäge, die Angriffe nach den US-Zwischenwahlen wieder aufzunehmen. Laut Axios sagte er am Donnerstag: „Jetzt muss ich eine Entscheidung treffen: Entweder unterzeichnet der Iran das Abkommen, oder er wird nicht mehr existieren.“
Die USA halten laut Wall Street Journal bereits seit Monaten rund 20 Marineschiffe in der Region. Sie dienen demnach unter anderem dazu, die US-Blockade gegen iranische Häfen durchzusetzen und Handelsschiffe bei der Durchfahrt durch die Straße von Hormus zu eskortieren. Insgesamt sind bereits mehr als 50.000 US-Soldaten in der Region stationiert, sagte eine Quelle nach Angaben der Zeitung.
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