Die Verbraucherpreise in Deutschland sind im April 2026 voraussichtlich um 2,9 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat gestiegen. Das teilte das Statistische Bundesamt am Mittwoch in Wiesbaden auf Basis vorläufiger Ergebnisse mit. Im März hatte die Inflationsrate bei 2,7 Prozent gelegen, im Februar bei 1,9 Prozent. Gegenüber dem Vormonat März legten die Verbraucherpreise um 0,6 Prozent zu.
Hauptgrund für den Anstieg sind nach Angaben der Statistiker die deutlich höheren Energiepreise. Haushaltsenergie und Kraftstoffe verteuerten sich gegenüber April 2025 voraussichtlich um 10,1 Prozent. Damit verzeichnet die Behörde den stärksten Preisanstieg bei Energie seit Februar 2023, als die Preise im Vorjahresvergleich um 19,1 Prozent zugelegt hatten. Noch im Februar dieses Jahres waren die Energiepreise im Jahresvergleich um 1,9 Prozent gesunken.
Rückkehr zur Atomkraft: Von der Leyens neuer Kurs gegen die fossile Abhängigkeit
Nahrungsmittel verteuern sich moderat
Die Preise für Nahrungsmittel stiegen im April voraussichtlich um 1,2 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Dienstleistungen verteuerten sich um 2,8 Prozent und damit etwas weniger stark als in den Vormonaten, in denen die Teuerungsrate bei 3,2 Prozent gelegen hatte. Waren insgesamt kosteten 2,9 Prozent mehr als ein Jahr zuvor.
Die sogenannte Kerninflation ohne Nahrungsmittel und Energie, die als Maß für den zugrundeliegenden Preisdruck gilt, lag im April voraussichtlich bei 2,3 Prozent. In den drei Vormonaten hatte sie noch jeweils 2,5 Prozent betragen.
Ihre Meinung ist uns wichtig. Senden Sie uns Ihr Feedback zu diesem Artikel an: [email protected]