Kriminalität

Verdacht auf Geldwäsche: LKA durchsucht Villa des Abou-Chaker-Clans

Polizei durchsucht sieben Objekte in drei Bundesländern. Betroffen ist auch die Villa in Kleinmachnow des Abou-Chaker-Clans. Hat Bushido etwas mit dem Einsatz zu tun?

Kai Kleinwächter
Kai Kleinwächter
2 Min
Heute hat die Staatsanwaltschaft Frankfurt Oder auch die Villa des Abou-Chaker-Clans in Kleinmachnow durchsucht.

Heute hat die Staatsanwaltschaft Frankfurt Oder auch die Villa des Abou-Chaker-Clans in Kleinmachnow durchsucht.

© IMAGO / Eibner

Die Staatsanwaltschaft Frankfurt (Oder) hat eine großangelegte Razzia gegen das Umfeld der Clan-Familie Abou-Chaker veranlasst. Im Zentrum der Ermittlungen steht der Verdacht der Geldwäsche und der Verschleierung von Vermögenswerten im Zusammenhang mit dem Erwerb eines Villen-Areals in Kleinmachnow bei Berlin. Das bestätigte die Sprecherin der Staatsanwaltschaft gegenüber der Berliner Zeitung.

Seit den Vormittagsstunden durchsuchten Einsatzkräfte mehrere Objekte in ganz Deutschland. Schwerpunkte waren Brandenburg und Nordrhein-Westfalen. In NRW wurden Objekte in Essen und Recklinghausen durchsucht. Gleichzeitig fokussierten sich die Durchsuchungen der Polizei in Brandenburg unter anderem auf Grundstücke in Barnim und Kleinmachnow. Dort ging es um die Villa am Zehlendorfer Damm.

Das Verfahren richtet sich laut Staatsanwaltschaft Frankfurt Oder gegen drei deutsche Staatsangehörige im Alter von 24, 25 und 45 Jahren. Die Staatsanwaltschaft Frankfurt (Oder) ist zuständig, weil dort die Sondereinheit Geldwäsche des Landeskriminalamts Brandenburg angesiedelt ist. Ob die Durchsuchungen angesichts der Vielzahl der Objekte bereits abgeschlossen sind, war zunächst nicht bekannt.

Zwangsversteigerung deutlich unter Verkehrswert

Ein besonderer Fokus liegt auf der Villa in Kleinmachnow. Das Haus aus dem Jahr 1908 soll damals rund zehn Millionen Euro wert gewesen sein. Das Grundstück hat eine Gesamtfläche von fast 17.000 Quadratmetern und eine Villa von über 630 Quadratmeter Wohnfläche.

2022 wurde das Anwesen zwangsversteigert. Den Zuschlag erhielt damals der 21-jährige Ahmed Abou-Chaker. Er soll der älteste Sohn Arafat Abou-Chakers sein. Der Preis: 7,4 Millionen Euro. Das lag weit unter dem Verkehrswert. Bereits damals liefen Prüfungen der Justiz, woher eigentlich das Geld für den Kauf gekommen war.

Die Villen gehörten zuvor gemeinsam Rapper Bushido (bürgerlich Anis Ferchichi) und seinem früheren Geschäftspartner Arafat Abou-Chaker. Bushido sei aber laut der Staatsanwaltschaft nicht im Visier der Ermittler.

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