In Lichtenberg, zwischen Gehrensee-, Marzahner und Wollenberger Straße, ragt es plötzlich aus den Stadtfluchten heraus wie die Ruine einer mittelalterlichen Burg. Ein „Relikt“, dieses alte Wort kommt einem in den Sinn: historische Hinterlassenschaft, entkernte Welt. Man stößt mit dem Auto fast dagegen in der sonst ja doch recht intakten Stadt.
Der RBB beschrieb das Gelände letztes Jahr als „Geisterstadt aus Beton“, die Anwohner sprachen früher und sprechen noch heute von einem „Schandfleck“, nur tun sie das heute aus anderen Gründen als früher.
Porträt
Verdrängte Geschichten der Gewalt: Die Künstlerin Sung Tieu über Vertragsarbeiter in der DDR
Sie gehört zu den spannendsten Künstlerinnen Berlins und hat uns durch die Ruinen eines DDR-Vertragsarbeiterwohnheims geführt – in dem sie selber aufwuchs.
8 Min
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Sung Tieu, geboren 1987, führt über das Gelände der „Gehrenseestraße“
© Adam Berry
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