NEUKÖLLN. Noch in dieser Woche soll der Baustopp für die Sehitlik-Moschee am Columbiadamm aufgehoben werden. Im September 2003 hatte das Neuköllner Bauamt die Arbeiten an Berlins größter Moschee gestoppt, weil die beiden Minarette acht Meter und die Kuppel vier Meter höher gebaut worden waren als erlaubt. Nach langen Verhandlungen einigten sich Bauherren und Bezirksamt auf ein Bußgeld in Höhe von 80 000 Euro. "Das Geld wird in Raten regelmäßig bezahlt, so wie es vereinbart wurde", sagt Baustadträtin Stefanie Vogelsang (CDU). Gleichzeitig haben die türkischen Bauherren fehlende Nachweise über die veränderte Statik des Gotteshauses nachgereicht. Sobald die letzte Rate an den Bezirk überwiesen ist, erteilt das Amt eine nachträgliche Baugenehmigung.Noch immer fehlen Nachweise über die rechtmäßige Einfuhr von Elfenbein und Schildpatt, die an der Eingangstür der Moschee verarbeitet wurden. Das Bauamt hatte die Materialien beschlagnahmt. Liegen diese Nachweise nicht bis 1. April vor, wird der Fall dem Zoll übergeben. Die Türkisch Islamische Union will die Moschee jetzt schnell fertig bauen. "Vielleicht kann sie im Sommer eröffnen", sagt Recep Türkoglu vom Vorstand. Kunstmaler fertigen noch Verzierungen an Decke und Wänden, ebenso müssen Arbeiten am Marmor vollendet werden. Ursprünglich sollte die Sehitlik-Moschee im Fastenmonat Ramadan im Oktober 2003 eröffnen. (str.)
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