Der Fall eines Neuköllner Jugendzentrums, in dem es zu einer Vergewaltigung eines Mädchens gekommen sein soll, hat in den vergangenen Tagen für Schlagzeilen gesorgt. Auf der Plattform X äußerte sich jetzt der Grünen-Politiker Cem Özdemir.
„Bei sexuellen Übergriffen darf es keinen kulturellen Rabatt geben, für niemanden. Da geht es um den Schutz der Opfer und eine konsequente Bestrafung der Täter, ganz egal wer sie sind“, so Özdemir weiter.
Die Jugendstadträtin von Neukölln, Sarah Nagel (Linke) informierte am Mittwoch über den Vorfall. Bereits vor Wochen soll im Garten des Jugendclubs ein Mädchen vergewaltigt worden sein. Das Jugendamt des Bezirks sei am 28. Januar von den Vorfällen unterrichtet worden. Erst am 23. Februar wurde eine Anzeige bei der Polizei gestellt.
Özdemir fordert Konsequenzen: „Schlag ins Gesicht der Opfer“
„Es ist ein Schlag ins Gesicht der Opfer sexueller Gewalt, wenn der Staat aus falscher Rücksichtnahme Täter schützt“, so Özdemir. Sollte sich das bewahrheiten, müsse das Konsequenzen haben.
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Medieninformationen zufolge soll das Mädchen kurdisch-türkischer Herkunft sein. Bei den Tatverdächtigen handelt es sich demnach um mehrere Jungen im Alter zwischen 15 und 19 Jahren aus muslimischen Familien. Jugendstadträtin Nagel sprach am Mittwoch allerdings nur von einem Tatverdächtigen – gegen ihn sei ein Hausverbot verhängt worden.
Nagel selbst erfuhr eigenen Angaben zufolge erst am zweiten März von den Vorfällen. „Das Jugendamt hat keine Strafanzeige wegen der Vergewaltigung und der sexuellen Gewalt gegenüber der Jugendlichen gestellt. Nach dem heutigen Kenntnisstand war das ein Fehler.“ Eine Untersuchung der Vorfälle und des Umgangs des Jugendamtes sei veranlasst worden.
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