Eine 16-Jährige soll in einem Neuköllner Jugendklub vergewaltigt worden sein. Im Raum stehen Vertuschungsvorwürfe durch das Jugendamt Neukölln, das den Fall nicht bei der Polizei angezeigt hat. Jetzt melden sich Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter zu Wort, die ebenfalls der Ansicht sind, dass eine Anzeige nicht viel gebracht hätte. Sie befürchten, dass der Fall rassistisch instrumentalisiert wird, weil die mutmaßlichen Täter aus arabischen Familien stammen.
Die 16-Jährige aus einer kurdischstämmigen Familie soll im vergangenen November in dem Jugendzentrum an der Wutzkyallee vergewaltigt worden sein. Die mutmaßlichen Täter filmten die Tat und sollen das Mädchen erpresst haben, um dessen 14-jährige Schwester zu einem Treffen zu bewegen. Im Januar soll die 16-Jährige in dem vom Bezirksamt Neukölln betriebenen Jugendklub erneut sexuell belästigt worden sein.
Bereits seit Anfang vorigen Jahres sollen Mädchen von sexuellen Übergriffen in dem Haus berichtet haben, wie nun bekannt wurde. Zur Anzeige gebracht wurden die Taten weder von der Klubleitung noch vom Jugendamt, das davon erfahren hatte. Das erledigte erst der Vater der 16-Jährigen am 23. Februar.
Kriminalität
Vergewaltigung in Neuköllner Jugendklub: Sozialarbeiter sind gegen Anzeige bei der Polizei
Eine 16-Jährige soll in der staatlichen Einrichtung an der Wutzkyallee vergewaltigt worden sein. Vereine machen sich Sorgen, dass der Fall rassistisch instrumentalisiert wird – und wollen mehr Fördergeld.
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Die Neuköllner Jugendeinrichtung ist derzeit geschlossen.
© Andreas Kopietz/Berliner Zeitung
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