Nach der mutmaßlichen Vergewaltigung eines Mädchens in einem Jugendzentrum in Berlin-Neukölln gerät die zuständige Bezirksstadträtin Nagel von der Linkspartei zunehmend in die Kritik. Der Berliner Abgeordnete Alexander King vom BSW wirft ihr vor, ihren Zuständigkeitsbereich und ihre Mitarbeiter nicht unter Kontrolle zu haben – und fordert sie offen zum Rücktritt auf.
Anlass der Kritik ist eine Ausschusssitzung im Bezirk Neukölln, in der Nagel sich zu dem Vorfall äußern musste. Laut King habe die Sitzung bestehende Zweifel an ihrer Amtsführung nicht zerstreut, sondern im Gegenteil noch verstärkt. „Im Ergebnis der gestrigen Ausschusssitzung entstand der Eindruck: Nagel ist selber Teil des Problems", erklärte der BSW-Abgeordnete.
Rücktritt von Nagel gefordert
King kritisiert insbesondere, dass im konkreten Fall offenbar mehr Gewicht auf Täterprävention als auf den Schutz des Opfers gelegt worden sei. Junge Menschen, vor allem Mädchen, müssten sich darauf verlassen können, dass das Jugendamt sie schütze. Genau das sei hier nicht gewährleistet gewesen, so der Abgeordnete.
„Das Beste wäre, sie würde ihren Platz räumen", sagte King mit Blick auf die Bezirksstadträtin.
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