Verhandlungen mit Mitte und den Bäderbetrieben / Einbruch in zweites BKA-Zelt am Kulturforum

BKA-Zelt soll auf den Schloßplatz oder ins Freibad Plötzensee

tom. kzi
2 Min

Es gibt noch Hoffnung für das Theater "Berliner Kabarett-Anstalt" (BKA). Am Mittwoch abend haben die BKA-Betreiber mit dem Tiefbauamt Mitte verhandelt. "Vielleicht gehen wir für zwei Jahre auf den Schloßplatz", sagte BKA-Geschäftsführer Jürgen Müller der "Berliner Zeitung". Es gibt noch ein zweites Angebot: Die Berliner Bäderbetriebe (BBB) schlagen das Freibad Plötzensee als Standort für das BKA-Zelt vor."Wir würden auch für zwei Jahre auf den Schloßplatz gehen", sagte Müller. Allerdings müßte das Land die Umzugskosten übernehmen, denn aus einem nur zwei Jahre laufenden Zeltbetrieb könnten sie nicht beglichen werden. Der Regierende Bürgermeister Eberhard Diepgen (CDU) habe zugesagt, daß das Land einen Umzug und die Mehrkosten durch ein Provisorium übernehme. "Wir verlassen uns auf die Zusage", sagte der BKA-Chef.Für Dietmar Ranz, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Bäderbetriebe, würde das BKA-Zelt gut in das Freibad Plötzensee passen. "Das BKA ist eine gute Sache und muß erhalten werden", sagte Ranz. Jedoch könne man nicht die von den BKA-Leuten gewünschten 6 400 Quadratmeter zur Verfügung stellen. "Aber 4 000 Quadratmeter, die sie schon jetzt haben, können wir anbieten." Unterdessen ist auch der Betrieb in dem zweiten BKA-Zelt gefährdet. In der Nacht zu Mittwoch haben Unbekannte die Einrichtung auf dem Kulturforum geplündert und verwüstet. Nach Angaben Müllers sind die Tonanlage, zahlreiche Plattenspieler und CD-Player, eine pyrotechnische Anlage und Getränke gestohlen worden. Er schätzt den Schaden auf 20 000 bis 30 000 Mark. Die Einbrecher haben offenbar eine Party gefeiert: Überall im Zelt lagen leere Bierflaschen und ausgedrückte Apfelsinen. Bevor sie das Zelt verließen, leerten sie drei Pulver-Feuerlöscher. Normalerweise waren die BKA-Zelte via Telefonleitung mit einem Wachdienst verbunden. Am Dienstag sei aber die Leitung im Zuge der Zwangsräumung gekappt worden, berichtet Müller. Man habe auch die Senatsbauverwaltung darüber informiert, aber geschehen sei nichts. Wegen des fehlenden Signals sei die Wachmannschaft nicht rechtzeitig informiert worden. Die für heute abend geplante "Fisch-sucht-Fahrrad-Party" soll trotzdem auf dem Kulturforum stattfinden. Die BKA-Betreiber wollen versuchen, das verwüstete Zelt wieder auzubauen. Sollte das nicht möglich sein, werde die Party kurzerhand in die Akademie der Künste verlegt, sagte der BKA-Chef Müller. (tom.,kzi.)

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