Mobilität

Verkehrsunfälle 2025: Zahl der Toten steigt deutlich an

Der Verkehr wird zunehmend unsicher. Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern haben die höchste Anzahl an Verkehrstoten. In zwei Bundesländern könnte „Vision Zero“ Realität werden.

Kai Kleinwächter
Kai Kleinwächter
2 Min
Die Anzahl der Verkehrstoten in Deutschland stieg 2025 wieder an.

Die Anzahl der Verkehrstoten in Deutschland stieg 2025 wieder an.

© Jan Woitas / dpa

Im Jahr 2025 stieg die Anzahl der Verkehrstoten erstmal wieder leicht an. Das teilte das Statistische Bundesamt in Wiesbaden auf Basis vorläufiger Ergebnisse mit. Die Gesamtzahl der Verletzten blieb mit rund 366 000 nahezu konstant. Glücklicherweise sank die Zahl der Schwerverletzten jedoch um vier Prozent auf 48 400 – der niedrigste Wert seit 1991.

Insgesamt sind 2814 Menschen auf Deutschlands Straßen tödlich verunglückt. Das sind zwei Prozent mehr als im Vorjahr.

Große regionale Unterschiede

Gemessen an der Einwohnerzahl verzeichneten Mecklenburg-Vorpommern mit 60 und Brandenburg mit 50 Getöteten je eine Million Einwohner die höchsten Werte. Besonders auffällig: Bei Krafträdern mit Versicherungskennzeichen stieg die Zahl der Todesopfer von Januar bis November um 28 Prozent, bei E-Scooter-Nutzenden um 25 Prozent.

Am sichersten ist es in den Stadtstaaten Berlin und Hamburg. Diese lagen mit zehn beziehungsweise elf Getöteten weit unter dem Bundesdurchschnitt von 34. Hintergrund sind wohl der geringe Anteil an Krafträdern im Verkehr, die insgesamt geringere Geschwindigkeit sowie die größere Nähe zu Krankenhäusern. In beiden Bundesländern könnte die Vision eines Verkehrs ohne Tote Realität werden.

Experten fordern Gegenmaßnahmen

Kirstin Zeidler, Leiterin der Unfallforschung beim Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft, verwies darauf, dass Autofahrer meist auf Landstraßen sterben. „Hier helfen Schutzplanken an Bäumen, zusätzliche Überholspuren und an kritischen Stellen geringere Geschwindigkeiten“, sagte Zeidler.

In Städten seien vor allem Kreuzungen und Einmündungen die zentralen Gefahrenstellen. „Statt zugeparkter Kreuzungen brauchen wir hier freie Sicht aufeinander.“

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Fani Zaneta vom TÜV-Verband erklärte, Deutschland trete bei der Verkehrssicherheit auf der Stelle und mache sogar Rückschritte. Im Vergleich zu 2021 gebe es zehn Prozent mehr Verkehrstote. Das selbst gesteckte Ziel, die Opferzahl bis 2030 um 40 Prozent zu senken, rücke damit in weite Ferne. (mit dpa)

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