Die Schriftstellerin Nancy Hünger erhält den Walter-Bauer-Preis 2026. Die Stadträte von Leuna und Merseburg haben das beschlossen, wie die Stadt Merseburg mitteilte. Der Preis ist mit 5000 Euro dotiert. Die öffentliche Verleihung findet am 4. November um 19.30 Uhr im Ständehaus Merseburg statt, im Rahmen der 16. Saalekreis-Literaturtage.
Hünger wurde 1981 in Weimar geboren, studierte Kunst an der Bauhaus-Universität und lebt nach Stationen in Erfurt und Gotha heute in Tübingen. Dort leitet sie seit 2022 das Studio Literatur und Theater der Universität. Sie schreibt Lyrik, Prosa und Essays und sieht sich als Schülerin von Gisela Kraft und Wolfgang Hilbig. Ihre Bücher erscheinen in der Dresdner Edition Azur. Zuletzt veröffentlichte sie den Gedichtband „Ein wenig Musik zum Abschied wäre trotzdem nett“ (2017) sowie die Prosabände „4 Uhr kommt der Hund“ (2020) und „Wir drehen dem Meer unsere Rücken zu“ (2025).
Hünger war Stadtschreiberin in Jena und Tübingen und erhielt unter anderem das Harald-Gerlach-Stipendium, eine Ehrengabe der Deutschen Schillerstiftung und den Förderpreis zum Rainer-Malkowski-Preis. Sie ist Mitglied der Sächsischen Akademie der Künste. Ihre Themen – Liebe, Verlust, Selbstbehauptung – weisen laut Stadt Merseburg Parallelen zum Werk Walter Bauers auf.
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Das Walter-Bauer-Stipendium, gestiftet von der InfraLeuna, geht an Tim Preuß. Eine Jury hatte die Einreichungen zuvor gesichtet. Leuna und Merseburg vergeben den Preis seit 1994 alle zwei Jahre gemeinsam. Er erinnert an den Schriftsteller Walter Bauer, der zu den deutschen Autoren des 20. Jahrhunderts zählt, die sich für Menschlichkeit und den europäischen Gedanken einsetzten.
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