Die Geschwister Frieda und Alfons S. aus Cottbus, die seit August 2021 als vermisst galten, sind wieder aufgetaucht. Das teilte das Bundeskriminalamt (BKA) am Dienstag mit. Nach dem öffentlichen Hinweisaufruf im Rahmen der Kampagne „Spurlos verschwunden“ habe sich die Mutter selbst bei den Behörden gemeldet.
Die Identität der Kinder sei zweifelsfrei festgestellt worden. Die Öffentlichkeitsfahndung wurde laut BKA daraufhin zurückgenommen. Mit der Kampagne rückte das Bundeskriminalamt seit dieser Woche bundesweit ungelöste Vermisstenfälle erneut in den Blickpunkt der Öffentlichkeit. Die Kinder gehören zu dem ersten Fahndungserfolg.
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Mutter entzog Kinder dem Unfeld
Nach Angaben der Staatsanwaltschaft Cottbus und des Polizeipräsidiums Brandenburg waren die damals sieben und acht Jahre alten Kinder im August 2021 von ihrer Mutter Karla Schulz ohne rechtliche Grundlage aus dem familiären Umfeld entzogen worden. Laut einem Abschiedsbrief habe die Mutter die damaligen Corona-Maßnahmen als Einschränkung ihrer Freiheit empfunden und dies als Grund für ihr Handeln genannt.
Die Ermittlungen hatten zwischenzeitlich in den Raum Chemnitz sowie nach Mecklenburg-Vorpommern geführt. Zuletzt deuteten Hinweise nach Angaben der Behörden darauf hin, dass sich Mutter und Kinder im Raum Frankfurt (Oder) aufhalten könnten. Die Kinder hatten seit ihrem Verschwinden keine Schule mehr besucht, ärztliche Untersuchungen waren seit 2021 nicht dokumentiert, ein Krankenversicherungsschutz bestand laut BKA seit 2023 nicht mehr.
Das Bundeskriminalamt bedankte sich bei der Bevölkerung, den Medien und den beteiligten Behörden für die Unterstützung. Jährlich würden in Deutschland zehntausende Kinder und Jugendliche als vermisst gemeldet; die überwiegende Mehrheit kehre innerhalb kurzer Zeit zurück.
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