Oscar

Verschollener Oscar von „Mr. Nobody Against Putin“ wiedergefunden

Als mögliche Waffe eingestuft: Der Dokumentarfilmer Pawel Talankin musste die Trophäe am Flughafen JFK aufgeben. Nach der Landung war sie zunächst verschwunden.

Peter Steiniger
Peter Steiniger
2 Min
Pawel Talankin nach der Oscar-Verleihung in Los Angeles

Pawel Talankin nach der Oscar-Verleihung in Los Angeles

© John Locher/dpa

Die Lufthansa hat den vermissten Oscar des russischen Dokumentarfilmers Pawel Talankin nach eigenen Angaben in Frankfurt wiedergefunden. „Wir können bestätigen, dass die Oscar-Statue nun gefunden wurde und sich sicher in unserer Obhut in Frankfurt befindet", teilte die Fluggesellschaft am Freitag nach Berichten der Nachrichtenagentur AP mit. Man stehe in direktem Kontakt mit dem Eigentümer, um die Übergabe zu organisieren. Die Airline entschuldigte sich und kündigte eine interne Prüfung an. Inzwischen hat Talankin die Trophäe wieder zurückerhalten.

Statue nach Aufgabe als Fracht vermisst

Talankin ist Co-Regisseur des Films „Mr. Nobody Against Putin“, der bei der Oscar-Verleihung am 15. März als bester Dokumentarfilm ausgezeichnet wurde. Nach Angaben seines Co-Regisseurs David Borenstein auf Instagram wurde Talankin am Mittwoch am New Yorker Flughafen John F. Kennedy am Sicherheitscheck aufgehalten. Ein Mitarbeiter der US-Luftsicherheitsbehörde TSA habe erklärt, der Oscar könne als Waffe verwendet werden, schrieb Borenstein.

Talankin habe kein passendes Gepäckstück dabei gehabt, weshalb die 3,9 Kilogramm schwere Trophäe in einer Box verstaut und in den Frachtraum gegeben worden sei. „Sie kam nie in Frankfurt an", schrieb Borenstein laut AP. Er veröffentlichte Fotos von Talankin mit der Statuette in einem Netzbeutel am Gürtel sowie von der späteren Verlustmeldung.

Zuvor zweimal problemlos im Handgepäck

Nach Darstellung des Branchendienstes The Hollywood Reporter hatte Talankin die Trophäe nach der Verleihung Mitte März und auf einer weiteren Reise im April ohne Probleme im Handgepäck transportiert. Borenstein warf in seinem Beitrag die Frage auf, ob ein bekannter Schauspieler oder ein Reisender mit fließenden Englischkenntnissen ebenso behandelt worden wäre.

Der Oscar heißt offiziell Academy Award of Merit und wird seit 1929 jährlich von der US-Filmakademie für herausragende Leistungen im Film vergeben.

Open Source

Open Source

Sie haben etwas zu sagen? Senden Sie uns Ihren Text! 

Einreichen
Open Door

Open Door

Sie möchten ein Thema vorschlagen? Senden Sie uns Ihren Vorschlag!

Vorschlagen
Send feedback

Ihre Meinung ist uns wichtig. Senden Sie uns Ihr Feedback zu diesem Artikel an: [email protected]

Lesen Sie mehr zum Thema
weltbune Banner