Rund 40 Stromanbieter wollen im Juni oder Juli ihre Preise erhöhen, meldete das Verbraucherportal Verivox diese Woche. Die gute Nachricht ist: Keiner der in diesem Zusammenhang genannten Anbieter spielt für Berliner Haushalte eine Rolle. Die Preisänderungen an der Spree gehen eher in die verbraucherfreundliche Richtung. So zeigte der Tarifrechner von www.verivox.de diese Woche die gleichen Strompreise wie schon vor vier Wochen, mit zwei Ausnahmen aus den Häusern Bonus Strom und Secura Energie. Deren neue Tarife drängeln sich seit Neuestem unter die zehn günstigsten und schieben dafür andere unter ferner liefen.Bonus und Secura sind typisch für die aktuelle Marktentwicklung: Als kleine Stromversorger entwickeln sie Strategien, sich im harten Wettbewerb gegen die Macht der Großen wie Vattenfall und E.on zu behaupten, indem sie bundesweit liefern. Dafür vertreibt Bonus seine Tarife über den Online-Dienst Freenet, während hinter Secura Energie ein üblich gewordener Zusammenschluss regionaler Stadtwerke steht. Im Falle Secura sind es Versorger aus dem Raum Mannheim, Offenbach und Ingolstadt. Sie passen ihre Preise an das lokale Niveau an. Deshalb zahlen die Berliner für die gleichen Tarife bis zu siebzig Euro weniger im Jahr als die Abnehmer in der pfälzischen Heimat von Bonus und Secura. Die Großen beobachten diese Entwicklung zunehmend besorgt: Die Zeiten glänzender Zahlen seien vorbei, ist das Ergebnis der aktuellen Umfrage des Branchenkompass 2008 Energieversorger. (rfd.)
Ihre Meinung ist uns wichtig. Senden Sie uns Ihr Feedback zu diesem Artikel an: [email protected]