Die SachsenEnergie AG hat den neuen Versorgungstunnel an der Nossener Brücke in Dresden am Donnerstag eingeweiht. Durch den sogenannten Mediendüker laufen seit dem 5. August 2026 Fernwärme-, Strom- und Telekommunikationsleitungen, die bisher oberirdisch entlang der Brücke verliefen. Im geplanten neuen Brückenbauwerk wäre dafür nach Angaben des Unternehmens kein Platz gewesen.
In den kommenden Wochen baut SachsenEnergie noch die alte Rohrbrücke ab, in der die Fernwärmeleitungen lagen. Erst danach können laut Unternehmen die Arbeiten für den Neubau der Nossener Brücke und die neue Straßenbahntrasse beginnen.
Die Kosten des Tunnels beziffert SachsenEnergie auf rund 30 Millionen Euro. Finanziert werden sie innerhalb des Stadtbahnprojekts Campuslinie unter anderem aus Fördermitteln. Die Bauzeit betrug 27 Monate.
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MehrTunnelbohrmaschine arbeitete in 20 Metern Tiefe
Der begehbare Tunnel ist rund 280 Meter lang und hat einen Innendurchmesser von etwa 3 Metern. Die Arbeitsgemeinschaft ARGE Eiffage Mediendüker Dresden baute ihn in geschlossener Bauweise, also ohne offenen Graben, unter mehreren Bahngleisen hindurch; der Bahnbetrieb lief nach Angaben von SachsenEnergie ohne Einschränkung weiter. Eine Tunnelbohrmaschine mit einem 4 Meter großen Schneidrad arbeitete dafür in rund 20 Metern Tiefe. Rund 12.300 Tonnen Erd- und Felsmaterial wurden ausgehoben. Im Tunnel liegen 950 Meter Fernwärmerohre, 6,6 Kilometer Stromkabel und 3,2 Kilometer Telekommunikationsleitungen. Anders als im Rohrgraben lassen sie sich künftig warten oder ergänzen, ohne die Oberfläche aufzugraben.
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Die Campuslinie soll als neue Straßenbahnstrecke die Buslinie 61 entlasten und den Dresdner Westen sowie die Technische Universität Dresden besser anbinden. Nach Angaben der Projektpartner sollen künftig rund 18.700 Fahrgäste pro Tag von der Verbindung profitieren. Mit der neuen Nossener Brücke sind barrierefreie Haltestellen und Umstiege zu Bus und einer geplanten S-Bahn-Station vorgesehen.
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