Rechtsextremismus

Zschäpes beste Freundin: Verteidiger fordert Freispruch für letzte NSU-Angeklagte

Susann E. soll „die wichtigste Person“ für Beate Zschäpe gewesen sein. Die beging im NSU-Trio zehn Morde . E. half ihr im Untergrund, will aber von nichts gewusst haben.

Claudia Lord
Claudia Lord
4 Min
Das Oberlandesgericht Dresden verhandelte seit Ende letzten Jahres im Fall Susann E. (mit gelbem Blatt verdeckt)

Das Oberlandesgericht Dresden verhandelte seit Ende letzten Jahres im Fall Susann E. (mit gelbem Blatt verdeckt)

© Sebastian Kahnert

Seit November letzten Jahres läuft der Prozess gegen die letzte NSU-Angeklagte, Susann E., am Oberlandesgericht Dresden. Die Zwickauerin schweigt seit dem ersten Prozesstag, blieb auch regungslos, als sie ihre einst beste Freundin Beate Zschäpe im Hochsicherheitssaal am Hammerweg traf. Die verurteilte Zschäpe wurde insgesamt dreimal im Prozessverlauf als Zeugin befragt, während Susann E. auf der Anklagebank saß. Susann E. wäre einst in Zwickau „ihre wichtigste Person“ gewesen, so Zschäpe. Man habe sich regelmäßig besucht, gemeinsam gegrillt - damals das gleiche rechtsradikale Gedankengut geteilt. Doch was genau hat Susann E. von den NSU-Plänen gewusst, war die Frage des aktuellen Gerichtsprozesses.

Werden Sie Teil des Ostablishments.

Sie haben bereits ein O+ Abo?

*