Eigentlich ist das BSW leicht zu verstehen: Frieden, Diplomatie, billige Energie, kontrollierte Migration, soziale Sicherheit, keine Brandmauer. Sahra Wagenknecht hier, Sahra Wagenknecht dort, Sahra Wagenknecht überall. Und trotzdem bleibt das Programm dieser Partei nach fast drei Jahren erstaunlich diffus.
Gerade in Sachsen-Anhalt zeigt sich das wieder. Dort sitzt das BSW mit fünf Abgeordneten zwischen den politischen Lagern, spricht mit der AfD, will Teile der Parlamentsreform wieder zurückdrehen und unterstützt eine Sitzordnung, bei der ausgerechnet die Grünen nach rechts außen rücken sollen. Gleichzeitig wirbt die Partei für wechselnde Mehrheiten und einen überparteilichen Ministerpräsidenten. Das BSW macht damit ziemlich genau das, was es vor der Wahl angekündigt hat. Eigentlich leicht zu verstehen. Und doch verwirrt jede Schlagzeile aufs Neue.
Strategie
Verwirrung als Methode: Wagenknecht und das BSW sind nicht zu begreifen
Thüringen und Brandenburg gingen für das BSW schief. In Sachsen-Anhalt versucht die Partei nun bewusst etwas anderes. Klarer wird sie dadurch trotzdem nicht.
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Sahra Wagenknecht beim Wahlkampfabschluss des BSW in Rostock. Auch nach ihrem Rückzug vom Parteivorsitz bleibt die Gründerin das prägende Gesicht der Partei.
© Chris Emil Janssen/IMAGO
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