Dahme-Spreewald. ako "Ausbilden" - lautete der Aufruf von Handwerks- (HWK), Industrie- und Handelskammer (IHK) sowie dem Arbeitsamt in Cottbus Anfang März an die Betriebe (KW-Rundschau berichtete). 1 260 Ausbildungsplätze wurden bis jetzt zugesagt. Doch der Lage auf dem Lehrstellenmarkt bleibt angespannt.Die Sommerferien sind da. Aber nicht einmal die Hälfte der Schulabgänger weiß, ob sie im September eine Berufsausbildung beginnen. Auch in der Region ist die Lage auf dem Lehrstellenmarkt nach wie vor angespannt. Nach Auskunft der IHK bewarben sich Ende Mai im Kreis 100 Jugendliche auf 47 Ausbildungsplätze. Im Nachbarkreis Oberspreewald-Lausitz standen gar nur 27 Lehrstellen für 100 Bewerber zur Verfügung. "Doch Jugendliche sollen die Suche nicht voreilig aufgeben", so der Rat der Initiatoren der Gemeinschaftsinitiative Auf dem Lehrstellenmarkt sei noch viel Bewegung. Das auch deshalb, weil mancher Jugendlicher seine Lehrstelle zurückgebe, weil er sich doch für Abitur oder Studium entschieden habe. Eine Erfahrung sei auch, daß "kleine und mittlere Betriebe in den nächsten Wochen weitere Lehrstellen zur Verfügung stellen." 1995 wurden von Juni bis Oktober dem Arbeitsamt Cottbus noch 1 100 Ausbildungsplätze gemeldet. Auch gibt es in diesem Jahr bereits ein Bund-Länder-Programm "Zukunftsbündnis Lehrstellen", das die Angebotslücke in den neuen Bundesländern schließen helfen soll."Mehr als 5 300 Betriebsbesuche haben wir gemacht und 1 260 Zusagen für Ausbildungsplätze hat es gegeben", lautet die Zwischenbilanz von IHK, HWK und dem Arbeitsamt Cottbus bei ihrer gemeinsamen Aktion. Doch IHK-Präsidenten Ulrike Staake ist nicht zufrieden. Bei mehr als der Hälfte der besuchten Betriebe bekamen ihre Berater zu hören: "Wir wollen nicht ausbilden." Trotzdem wollen die Initiatoren nicht locker lassen, verspricht Ulrike Staake. Die IHK werde sich weiter um betriebliche Lehrstellen in der Region bemühen, denn dort werde praxisgerecht ausgebildet und Betriebserfahrung gesammelt. Auch eine Übernahme sei später möglich. +++
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