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Virologe Stöhr: Erst Durchseuchung, dann Ende der Pandemie

Anders als der Berliner Virologe Christian Drosten spricht sich Klaus Stöhr für eine Durchseuchung aus. Er sieht das Auslaufen der Pandemie kommen.

Christian Gehrke Team News dpa/chg
2 Min
Klaus Stöhr

Klaus Stöhr

© imago

Diese Immunität werde „oben draufgepflanzt“ auf die Immunisierung durch Impfungen, fuhr Stöhr fort. Beides zusammen werde zu einem anhaltenden Immunschutz führen, sodass man auch nicht das vierte, fünfte, sechste, oder siebte Mal boostern müsse. Im Herbst müsse man dann sehen, ob man den über 60-Jährigen noch einmal ein Impfangebot mache.

Stöhr: Ungeimpfte sollten trotzdem weiter vorsichtig sein

Angesichts der Millionen Ungeimpften oder zumindest nicht vollständig Geimpften ist Vorsicht nach den Worten Stöhrs zwar weiter ganz wichtig. Dennoch gibt er sich überzeugt: „Im Frühjahr, Sommer dann wird es sehr entspannt.“

Auch der Virologe Christian Drosten sieht im häufig milderen Verlauf nach Ansteckung mit der Omikron-Variante eine „Chance“, in den endemischen Zustand zu kommen – „breite Immunität vorausgesetzt“, wie er dem Tagesspiegel am Sonntag sagte. Alle Menschen müssten sich früher oder später mit Sars-CoV-2 infizieren, meint er. „Ja, wir müssen in dieses Fahrwasser rein, es gibt keine Alternative“, sagte Drosten. „Wir können nicht auf Dauer alle paar Monate über eine Booster-Impfung den Immunschutz der ganzen Bevölkerung erhalten.“ Das müsse das Virus machen. Drosten ist aber ausdrücklich gegen eine Durchseuchung, das sei zu gefährlich.

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