Wenn irgendwo die Wahlergebnisse einer Landtagswahl analysiert werden, dann wird gern auf die Anteile der Parteien in verschiedenen sozialen Gruppen Bezug genommen, und dann wird festgestellt, dass z. B. die AfD vor allem von Arbeitern, von Menschen mit Haupt- oder Realschulabschluss, von Facharbeitern und Handwerkern gewählt wird, während die, die Abitur oder gar ein Universitätsstudium absolviert haben, dazu neigen, z. B. die Grünen zu wählen. Und dann kommt von den Analysten und Kommentatoren, die eher den Grünen als der AfD zugeneigt sind, schnell die Schlussfolgerung, es sei eine Frage der Bildung, wer wen wählt, und man müsse irgendwie nur mehr für die Bildung der Menschen tun, dann würde ganz schnell niemand mehr die AfD wählen, stattdessen würden in den Parlamenten dann nur noch Parteien links der Mitte und vielleicht eine bürgerlich-liberale CDU/CSU sitzen.
Bildung
Volk und Bildung: Hängen Wahlverhalten und Bildungsgrad zusammen?
Es heißt, die AfD werde vor allem von weniger Gebildeten gewählt. Doch was heißt eigentlich Bildung? Und warum fühlen sich Arbeiter von anderen Parteien weniger vertreten?
Jörg Phil Friedrich
6 Min
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Handwerker bei Arbeiten im Bundestag: Unter den über 600 Parlamentariern gibt es hingegen kaum Handwerker.
© Chris Emil Janssen via www.imago-images.de
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