Viele Menschen hätten finanzielle Sorgen, die Weltordnung verändere sich dramatisch und Unsicherheit greife um sich – „und da geben wir als Stadt so viel Geld für ein Kunstwerk aus. Das gefällt nicht allen. Das nehmen wir sehr ernst.“
Nein, da spricht nicht der in letzter Zeit sehr leicht bekleidete Zuwendungsempfänger Matthias Lilienthal. Der nimmt die verlässliche Steuerzahlerkritik an seinem ersten Projekt als Volksbühnenintendant, dem eintrittsfreien Volksbad vor seinem Theater, eher weniger ernst, sondern macht sie zum maßgeblichen Bestandteil seines Kunstwerks. Dass nun die Duschen nicht funktionieren und deswegen das Bad vorübergehend geschlossen bleiben muss, dass man der Schwarzen Community einen exklusiven Zugangsslot von sechs Stunden reserviert, sorgt bei manchen für schlechte Laune, heizt aber diese Debatte nur noch an.
Debatte
Davon könnte man sieben Volksbäder bezahlen: Wofür Frankfurt am Main Steuergeld ausgibt
Während Berlin über 300.000 Euro für das Volksbad diskutiert, gibt Frankfurt am Main über zwei Millionen aus, um ein künstlerisch wertvolles Netz zu mieten. Die Rechnung bitte!
4 Min
Link kopiert
Die Artikel-URL wurde erfolgreich in Ihrer Zwischenablage gespeichert.
Die Netzskulptur „A Sky Full of Hope – Earthtime 1.78 Frankfurt“ der Künstlerin Janet Echelman ist auf dem Platz über der Konstablerwache installiert.
© Andreas Arnold/dpa
Werden Sie Teil des Ostablishments.
Sie haben bereits ein O+ Abo?
*