Unwetter

Vollsperrung der B110 bei Jarmen nach Überflutung aufgehoben

Nach den großflächigen Überschwemmungen des Wochenendes ist die Bundesstraße B110 in Mecklenburg-Vorpommern inzwischen wieder befahrbar.

OAZ
3 Min
Auch die Landstraße 321 bei Pasewalk war am Wochenende zeitweise überflutet.

Auch die Landstraße 321 bei Pasewalk war am Wochenende zeitweise überflutet.

© Andy Bünning/IMAGO

Am Sonntagmittag wurde die Bundesstraße B110 zwischen Zarrenthin und Zemmin in Vorpommern aufgrund massiver Überflutungen gesperrt. Erst am Montagmorgen konnte die wichtige Verkehrsverbindung zwischen Demmin und der Anschlussstelle der A20 bei Jarmen wieder freigegeben werden, wie die Polizeiinspektion Anklam mitteilte. Ursache waren enorme Wassermassen, die sich auf angrenzenden Ackerflächen sammelten und schließlich die Fahrbahn überfluteten.

Das ungewöhnliche Szenario entstand durch eine Kombination aus Tauwetter und Regen. Der noch tiefgefrorene Boden verhinderte, dass das Wasser versickern konnte. An der tiefsten Stelle bildete sich ein großflächiger See, dessen Ausläufer die Bundesstraße unpassierbar machten. Die Polizei reagierte schnell und sperrte die Strecke dauerhaft ab, um weitere Unfälle zu verhindern.

Bereits am Sonntag ereignete sich ein Unfall, bei dem ein Autofahrer durch Aquaplaning die Kontrolle über seinen VW verlor. Der Pkw prallte gegen Schutzplanken, dabei entstand Sachschaden, der Fahrer blieb jedoch unverletzt. Die Gemeindefeuerwehr Kruckow-Schmarsow, die zufällig auf dem Rückweg von einem Fluthilfeeinsatz in Zarrenthin war, sicherte die Unfallstelle und band ausgelaufene Betriebsstoffe ab.

Feuerwehr und THW im Dauereinsatz

Die Sperrung der B110 zwang Autofahrer auf teils ebenfalls überflutete Umleitungsstrecken über Kreisstraßen. Alternativ konnten sie die Strecke über Zemmin und Bentzin nutzen, um wieder auf die B110 vor Jarmen zu gelangen. Laut Polizeisprecher Ben Tuschy war zunächst unklar, wie lange die Sperrung andauern würde. Erst der Einsatz des Technischen Hilfswerks (THW) am frühen Montagmorgen brachte Entlastung: Durch gezielte Pumpmaßnahmen konnte der Wasserstand so weit gesenkt werden, dass die Straße wieder befahrbar wurde.

Die Überflutung der B110 ist Teil eines größeren Problems, das am Wochenende ganz Mecklenburg-Vorpommern betraf. Durch gefrorene Böden, Tauwetter und starke Regenfälle kam es vielerorts zu überfluteten Straßen und vollgelaufenen Kellern. In den Landkreisen Rostock, Vorpommern-Rügen und Mecklenburgische Seenplatte waren Feuerwehr und Technisches Hilfswerk im Dauereinsatz. Besonders betroffen war die B197 bei Friedland, die seit Samstag gesperrt ist. Auch die B104 in Remplin und mehrere Landesstraßen waren unpassierbar. Allein im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte verzeichneten die Einsatzkräfte zwischen Samstag und Sonntag rund 160 Einsätze. Die Polizei appelliert weiterhin an Autofahrer, bei Wasser auf den Straßen besonders vorsichtig zu fahren, um Aquaplaning und Unfälle zu vermeiden.

Open Source

Open Source

Sie haben etwas zu sagen? Senden Sie uns Ihren Text! 

Einreichen
Open Door

Open Door

Sie möchten ein Thema vorschlagen? Senden Sie uns Ihren Vorschlag!

Vorschlagen
Send feedback

Ihre Meinung ist uns wichtig. Senden Sie uns Ihr Feedback zu diesem Artikel an: [email protected]

Lesen Sie mehr zum Thema
weltbune Banner