Ab Freitagabend, 22 Uhr, wird die L22 zwischen Maßmannstraße und Doberaner Straße in Rostock für rund eine Woche komplett gesperrt. Betroffen ist damit die meistbefahrene Straße Mecklenburg-Vorpommerns mit täglich etwa 40.000 Fahrzeugen. Die Vollsperrung soll bis einschließlich Freitag, 31. Juli, andauern. Autofahrer werden gebeten, den Bereich weiträumig zu umfahren, die Umleitungen sind ausgeschildert.
Hinter der Sperrung steht ein gemeinsames Bauvorhaben der Rostocker Straßenbahn AG (RSAG), von Nordwasser und den Stadtwerken. Neu verlegt werden Ver- und Entsorgungsleitungen sowie die Straßenbahngleise. Erste Arbeiten hatten bereits Ende Mai begonnen, seit Ferienbeginn ist der Tramverkehr zwischen Doberaner Platz und dem RSAG-Betriebshof in der Hamburger Straße unterbrochen – und bleibt es bis einschließlich 21. August. Auf den Schienenersatzverkehr haben die kommenden Arbeiten laut Stadt keine Auswirkungen.
Für den Autoverkehr gilt ab Freitag: Aus der Doberaner Straße kommend ist eine Ausfahrt in die Lübecker Straße nur stadteinwärts möglich. Vom Warnowufer/L22 aus kann nicht rechts in die Werftstraße abgebogen werden, ebenso wenig ist die Überfahrt von der Maßmannstraße zur Werftstraße möglich – umgekehrt hingegen schon.
Regen verzögert Freigabe der Max-Eyth-Straße
Ursprünglich sollte parallel zur Vollsperrung der L22 die Max-Eyth-Straße am Holbeinplatz wieder freigegeben werden. Doch daraus wird zunächst nichts. „Wegen der erhöhten Niederschlagsmengen in den vergangenen Tagen haben sich die Bauarbeiten an der May-Eyth-Straße verzögert. Daher kann hier die derzeit geltende Vollsperrung erst am Sonntagabend, 26. Juli 2026, voraussichtlich ab 20 Uhr aufgehoben werden“, erklärt Stadtsprecher Ulrich Kunze.
Für die Geschäfte im Neptun Einkauf Center in der Werftstraße bedeutet das: Von Freitag- bis Sonntagabend sind sie mit dem Auto nur aus Richtung Schmarler Damm erreichbar. Fußgänger werden durch das Baufeld auf einem Gehweg geführt. Radfahrer müssen stadteinwärts ab Maßmannstraße durch die Kröpeliner-Tor-Vorstadt ausweichen, stadtauswärts bleibt die Umleitung über Werftstraße und Max-Eyth-Straße zum Holbeinplatz bestehen.
Bewährtes Verfahren beim Gleisbau
Mit dem Beginn der Arbeiten auf der L22 kommen wohl die größten Beeinträchtigungen für den Verkehr auf die Rostocker zu. Unter anderem werden die Gleise bei der Überfahrt zur Doberaner Straße entfernt und neu eingesetzt. Dabei setzt das Verkehrsunternehmen auf ein Verfahren, das bereits am Dierkower Damm und an der Rövershäger Chaussee zum Einsatz kam: Auf der Überfahrt werden Gleisplatten verlegt.
Der Zeitplan ist eng bemessen. Es soll auch nachts gearbeitet werden.
Der Kampf ums Klassenzimmer: Was Mecklenburg-Vorpommerns Parteien mit den Schulen vorhaben
Rostock, Dresden und Leipzig: Warum im Osten so viele Menschen Single sind
Ihre Meinung ist uns wichtig. Senden Sie uns Ihr Feedback zu diesem Artikel an: [email protected]