2. Bundesliga

Nach Niederlage in Braunschweig: Dynamo Dresden steht Endspiel bevor

Ein verschossener Elfmeter, eine bittere Niederlage in Braunschweig. Und dann gewinnt auch noch Düsseldorf gegen Elversberg, sodass für Dynamo Dresden der Klassenerhalt noch nicht gesichert ist.

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1:2 in Braunschweig: Stefan Kutschke will in seinem letzten Spiel für Dynamo Dresden mit der Mannschaft die Klasse halten.

1:2 in Braunschweig: Stefan Kutschke will in seinem letzten Spiel für Dynamo Dresden mit der Mannschaft die Klasse halten.

© Sven Heidmann/imago

Stefan Kutschke hätte sich sein letztes Auswärtsspiel in der 2. Bundesliga sicherlich ganz anders vorgestellt. Der Kapitän der SG Dynamo Dresden, der nach dem Saisonfinale zuhause gegen Holstein Kiel seine aktive Karriere beenden wird, zeigte am Sonnabend im Matchballspiel bei Eintracht Braunschweig nämlich Nerven, als er Mitte der zweiten Halbzeit einen Elfmeter verschoss. Auch wenn der 37-Jährige wenige Minuten vor Abpfiff doch noch traf und auf 1:2 verkürzen konnte, reichte es nicht zu mehr, sodass die SGD mit der Nullnummer in Braunschweig die Chance zum vorzeitigen Klassenerhalt ungenutzt ließ.

Somit hieß es für Kutschke und die Mannschaft, am Sonntag gebannt die Spiele der Konkurrenten im Abstiegskampf zu verfolgen. Kutschke und seine Noch-Teamkollegen mussten registrieren, das Fortuna Düsseldorf überraschend Aufstiegsaspirant SV Elversberg mit 3:1 besiegte. Die SGD hat damit vor dem letzten Spieltag mit nun 38 Zählern zwei Punkte Abstand zum Relegationsplatz, sodass ihr am kommenden Sonntag zuhause gegen Holstein Kiel ein Endspiel um den Klassenerhalt bevorsteht. Die Mannschaft von Trainer Thomas Stamm benütigt zuhause einen Punkt, wenn Braunschweig beim FC Schalke 04, Düsseldorf bei Greuther Fürth und Arminia Bielefeld gegen Hertha BSC gewinnen sollten. Nur falls Bielefeld mit mehr als drei Toren Unterschied gewinnen sollte, müsste Dresden gegen die Holstein sogar einen Dreier holen.

Nachdem Noch-Kapitän Kutschke mit der Dresdner Mannschaft am Sonnabend einen rabenschwarzen Spieltag in Braunschweig erleben musste, steht ihm also ein Abschlussspiel bevor, das zum Endspiel um den Klassenerhalt wird und in dem er sich ganz bestimmt nicht mit einer Niederlage von seinen heimischen Fans verabschieden will.

SGD erwischt rabenschwarzen Spieltag

Eigentlich sind er und seine Teamkollegen hochmotiviert nach Braunschweig gefahren, um den einen noch nötigen Punkt zu holen, der aufgrund der starken Tordifferenz zum Klassenverblieb gereicht hätte. Es kam aber ganz anders. Dementsprechend motiviert und auch ballsicher startete die SGD in ihre Mission vorzeitiger Klassenerhalt.

Zum Schrecken der mitgereisten Dresdner Fans gerieten die Sachsen aber nach einem Tor des Braunschweigers Florian Flick bereits nach 20 Minuten in Rückstand. Der vergrößerte sich noch, nachdem Faride Alidou für den Gastgeber in der 50. Minute auf 2:0 erhöhte. Dynamo-Coach Thomas Stamm reagierte und brachte Kutschke für Kofi Amoako, um Dynamo noch offensiver einzustellen.

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Nach einem Foul an SGD-Stürmer Vincent Vermeij in der 67. Minute zeiget der Referee nach VAR-Überprüfung auf den Strafstoßpunkt. Kutschke schnappte sich die Kugel. Sein Schuss wurde jedoch von Eintracht-Keeper Ron-Thorben Hoffmann gehalten, so dass der Tabellennachbar weiter deutlich führte. Als Kutschke vier Minuten vor Ende der regulären Spielzeit doch noch auf 1:2 verkürzte, machte sich Hoffnung auf ein Unentschieden breit und Dynamo kämpfte energisch um das 2:2, das den Klassenerhalt bedeutet hätte. Braunschweigs Schlussmann Hoffmann parierte aber alle Dresdner Schussversuche. Und nachdem Tony Menzel in der Nachspielzeit nur die Latte traf, war die Niederlage der Sachsen besiegelt und der Klassenerhalt wurde vertagt.

Kapitän verteidigt Rückrunden-Drama

Kutschke versuchte nach dem Spiel das Drama, das die Mannschaft ihren Fans in dieser Saison liefert, irgendwie zu verteidigen: „Nein, das braucht niemand. In der Winterpause waren wir tot und von allen totgesagt. Da hätten wir das alle genommen und es liegt in unserer Verantwortung“, meinte der scheidende Kapitän. Und sein Teamkollege Robert Wagner war nach der Nullnummer in Braunschweig richtig gefrustet: „Es nervt brutal gerade, dass wir hintenheraus keine zwei Tore schießen konnten“

Etwa 24 Stunden später offenbarte sich Kutschke und der Mannschaft nach dem Sieg der Düsseldorfer gegen Elversberg, dass die Klassenerhaltsfeier der Dresdner vertagt werden muss. Folglich müssen ihre Fans weiter bangen und ihrer Mannschaft im Saisonfinale im Rudolf-Harbig-Stadion gegen Holstein Kiel (17. Mai, 15.30 Uhr) die Daumen drücken, dass sie den Klassenverbleib auf der letzte Rille sichert.

Auch wenn Publikumsliebling Kutschke noch ein Spiel im Dresdner Trikot bevorsteht und er sich sicherlich ein entspannteren Abbschluss zum Ende seiner Profisaison gewünscht hätte, ist er jetzt schon dankbar für seine Zeit bei Dynamo. „Ich bin unglaublich stolz auf den gesamten Weg in den zurückliegenden Jahren. Vor allem aber bin ich dankbar, meine Karriere in meiner Heimatstadt, in der ich geboren wurde und in der ich die ersten Schritte meiner Laufbahn gegangen bin, zu Ende bringen zu dürfen“, ist über ihn auf der SGD-Homepage zu lesen.

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