Knapp 30 Mitglieder, noch kein einziger Abgeordneter im Schweriner Landtag – aber an Selbstbewusstsein mangelt es der Handwerkerpartei Deutschland nicht. Am 20. September tritt sie erstmals bei einer Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern an.
Ihr Landesvorsitzender und Spitzenkandidat Siegfried Klein hat ein denkbar einfaches Motiv dafür: Er hat genug. Genug von Politikern, die vor Wahlen beim Handwerk um Unterstützung werben und danach aus seiner Sicht wenig für die Betriebe tun. Genug von Bürokratie, steigenden Belastungen und einem Bildungssystem, dessen Defizite Klein nach eigener Aussage inzwischen bei seinen eigenen Lehrlingen erlebt. Also gründete der Dachdeckermeister und Unternehmer mit Mitstreitern eine eigene Partei.
Im Interview mit dieser Zeitung erklärt Klein, warum er beim digitalen Euro um die Freiheit der Bürger fürchtet und ausländische Schwerverbrecher „sofort aus unserem Land rauswerfen“ würde. Und er beantwortet die Frage, wie eine Partei mit nicht einmal 30 Mitgliedern ein ganzes Bundesland regieren will.
Handwerkerpartei
Vom Dachdeckermeister zum Spitzenkandidaten: „Wir machen nicht jeden Scheiß mit“
Die Handwerkerpartei hat in Mecklenburg-Vorpommern knapp 30 Mitglieder – und will nun in den Landtag. Spitzenkandidat Siegfried Klein im Interview.
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Siegfried Klein ist gelernter Dachdeckermeister aus Binz und Spitzenkandidat der Handwerkerpartei.
© IMAGO/Udo Herrmann
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