Kolumne

Vom Ende der Störche

Wir akzeptieren gern halb richtige Argumente, wenn sie das Richtige zu besagen scheinen. Das kann der Anfang vom Ende sein, nicht nur, aber auch für den Storch.

Michael Andrick
Michael Andrick
4 Min
Die Geschichte vom Storch: Wie aus etwas Falschem Beliebiges abgeleitet werden kann

Die Geschichte vom Storch: Wie aus etwas Falschem Beliebiges abgeleitet werden kann

© Silas Stein/dpa

Ein Argument ist eine Reihe von Sätzen, die eine Schlussfolgerung begründen: Akzeptiere ich die Prämissen, so habe ich damit die Schlussfolgerung auch bereits akzeptiert. Erkenne ich das Enthaltensein der Schlussfolgerung in den Prämissen, so erkenne ich das Vorliegen einer Folgerung. Das wirkt arg formal, doch lohnt es, den Blick für diesen Sachverhalt zu schärfen.

Bewegt man sich durch leichtfertiges Akzeptieren eines nicht ganz verstandenen oder falschen Arguments in einer Diskussion weiter voran, so kann das später teuer werden: Die Behauptungen, denen man zuvor nicht widersprochen hat, können später zur Begründung weiterer, vielleicht unwillkommener Schlussfolgerungen dienen.

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