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Kolumne

Vom Königstiger bis zum Puma: Wie Kriegsrhetorik die deutsche Sprache militarisiert

Nicht nur der Ukrainekrieg militarisiert die deutsche Sprache. Wir sollten Wörter nicht nur nachplappern, wir sollten über sie nachdenken. Eine Kolumne.

Mandy Tröger
3 Min
Heißt wie das superschnelle Raubtier Gepard, ist aber ein Flugabwehrpanzer. 

Heißt wie das superschnelle Raubtier Gepard, ist aber ein Flugabwehrpanzer. 

© Maurizio Gambarini/dpa

„Der Krieg ist auch ein Kampf um Worte.“ Das sagte der Rhetorik-Professor Joachim Knape im Mai 2022, Monate nach dem Angriff Russlands auf die Ukraine. Damals hatte die Bundesverteidigungsministerin Christine Lambrecht im „heute journal“ gemeint: „Der Feind hört mit!“ Eine Nazi-Parole aus dem Zweiten Weltkrieg (indirekt) bezogen auf Russlands Präsidenten Putin. „Da ist mir echt die Kinnlade runtergefallen“, meinte Knape im Tagesspiegel-Interview. Nazi-Sprache im Bundesverteidigungsministerium, das ginge nun wirklich nicht.

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