Auf einer Baustelle kann schon mal was danebengehen. Die Irritationen, die aktuell beim Umbau des Metropol-Theaters in den Admiralspalast entstehen, sind dennoch bemerkenswert. Wenn man etwa den Erfolgsgastronomen Roland Mary fragt, ob er neben dem Borchardt, dem Café am Neuen See und dem Pan Asia im Herbst noch ein Restaurant eröffnen will - nämlich im Admiralspalast - dann sagt er: "Nein, natürlich nicht." Seltsam. Genau diese Pläne haben zuletzt in den Zeitungen gestanden. Sogar ein Name sei gefunden: Grand Café. Das sei der angestammte Name der Gastronomie im Admiralspalast, wird Palast-Betreiber (und Co-Gesellschafter) Falk Walter zitiert. "Grand Café? Der Name ist furchtbar. Niemand kann glauben, dass ich ein Restaurant mit so einem Namen machen würde", echauffiert sich Mary. Tatsächlich sei allenfalls besprochen, dass er das Food-Catering übernehme.Wenn man Norbert Dahnke, Geschäftsführer des Kabaretts Distel (seit 1953 im Haus) fragt, wie zufrieden er mit seinen neuen Vermietern ist, hört man ihn klagen: "Es vergeht kein Tag ohne Katastrophe. Jetzt waren Leute da, die unsere Außenwerbung demontieren wollen." Hans Christian Steinmüller vom Admiralspalast kennt das. Ja, es gebe Beratungsbedarf mit den Denkmalschützern, die den Originalzustand aus den 20ern herstellen wollten - naturgemäß ohne Distel-Schriftzug. An diesen Beratungen sei das Kabarett aber beteiligt. Steinmeier beruhigt: "Wir wollen alle Mieter behalten, natürlich auch die Distel." Baustellen-Ärger.------------------------------Foto: Roland Mary, Gastronom
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