Nicht erst der Zusammenbruch von Vincent Kompany hat die Gedanken auf eine etwas andere Ebene geschoben. Wenigstens ein wenig. Der Zirkus rund um den bezahlten Fußball hält den Atem an. Wenn auch nur für den Moment. Dabei ist klar, dass die Show weitergehen wird. Wie sie immer weitergegangen ist. Ob es bei Robert Enke war, dem aus Jena gebürtigen Torhüter, der sich, obwohl er Nationalspieler war und für das DFB-Team acht Länderspiele bestritt, von Depressionen geplagt, mit 32 Jahren das Leben nahm.
Auch Andreas Biermann, der für den 1. FC Union Berlin, Hertha BSC und St. Pauli gespielt hat, blieb gegen die dunklen Gedanken in seinem Kopf ohne Chance und beendete 33-jährig sein Leben. Ebenso verlor Steffen Krauß mit 43 Jahren diesen Kampf, obwohl auch er die erfolgreichen Seiten eines Fußballers erlebt hatte und 1985 für die DDR zwei Länderspiele bestritt, als es einer Sensation glich, einen Spieler aus einer Betriebssportgemeinschaft – der Mittelfeldmann gehörte der BSG Wismut Aue an – ins A-Team zu berufen.
Kolumne
Vom Spiel gegen Bayern ins Klassenzimmer: Zum Tod der Jena-Legende Heiko Weber
Trauer in Jena und Aue: Heiko Weber, Spieler und Trainer mit DDR-Wurzeln, ist tot. Am Sonnabend spielen beide Klubs mit Trauerflor gegeneinander.
Andreas Baingo
5 Min
Link kopiert
Die Artikel-URL wurde erfolgreich in Ihrer Zwischenablage gespeichert.
Carl Zeiss Jena war sein Herzensklub: Heiko Weber, hier als Trainer der Thüringer, ist am Montag im Alter von 61 Jahren gestorben.
© Eibner/Imago
Werden Sie Teil des Ostablishments.
Sie haben bereits ein O+ Abo?
*