Bundesversammlung

Vom „Tagesschau“-Sprecher zum Wahlmann: Constantin Schreiber kürt Steinmeiers Nachfolge mit

Das BSW schickt den früheren Nachrichtensprecher kurzfristig in die Bundesversammlung. Am 30. Januar stimmt er in Berlin mit ab.

2 Min
Constantin Schreiber

Constantin Schreiber

© Robert Michael/dpa

Ein bekanntes Gesicht aus dem Fernsehen mischt bei der nächsten Wahl des Bundespräsidenten mit: Constantin Schreiber, lange Jahre Sprecher der „Tagesschau“, gehört zu den 33 Vertreterinnen und Vertretern Sachsens in der Bundesversammlung. Das Gremium kommt am 30. Januar in Berlin zusammen, um über die Nachfolge von Frank-Walter Steinmeier zu entscheiden.

Der 47-jährige Journalist kam überraschend zu dem Mandat. Die BSW-Fraktion im sächsischen Landtag nominierte ihn erst in dieser Woche kurzfristig. Am Donnerstag bestimmte der Landtag in Dresden die sächsischen Wahlleute.

Holocaust-Überlebende Renate Aris als Vertreterin der CDU

Nicht nur Schreiber sorgt für Aufmerksamkeit unter den sächsischen Delegierten. Die Holocaust-Überlebende Renate Aris reist ebenfalls als Vertreterin des Freistaats nach Berlin, wie die Landtagsverwaltung in Dresden mitteilte. Vorgeschlagen hat sie die CDU-Fraktion.

Neben ihr sitzen zahlreiche bekannte Landespolitiker in der Delegation. Dazu zählen Landtagspräsident Alexander Dierks und Ministerpräsident Michael Kretschmer, beide CDU, außerdem Sozialministerin Petra Köpping und Wirtschaftsminister Dirk Panter von der SPD. Auch die Leipziger Schriftstellerin Martina Hefter gehört zur Gruppe.

1.260 Mitglieder entscheiden über Steinmeiers Nachfolge

Die sächsischen Wahlleute sind nur ein kleiner Teil des großen Gremiums. Die Bundesversammlung zählt insgesamt 1.260 Mitglieder. Dazu gehören neben den von den Ländern entsandten Vertreterinnen und Vertretern sämtliche Abgeordnete des Bundestags.

Welche Rolle einzelne Stimmen am Ende spielen, hängt vom Kandidatenfeld ab. Bislang ist dieses Feld jedoch noch offen.

Noch kein offizieller Kandidat benannt

Für die Nachfolge Steinmeiers hat bisher niemand offiziell seinen Hut in den Ring geworfen. Bundeskanzler Friedrich Merz von der CDU legte sich kürzlich zwar auf eine Frau fest, nannte dabei aber keinen konkreten Namen.

Im Gespräch ist vor allem eine Politikerin aus Bayern. Die CSU und mittlerweile mehrere CDU-Ministerpräsidenten sprechen sich für eine Kandidatur von Ilse Aigner aus. Die CSU-Politikerin steht derzeit als Präsidentin dem Bayerischen Landtag vor. (mit EPD)

Open Source

Open Source

Sie haben etwas zu sagen? Senden Sie uns Ihren Text! 

Einreichen
Open Door

Open Door

Sie möchten ein Thema vorschlagen? Senden Sie uns Ihren Vorschlag!

Vorschlagen
Send feedback

Ihre Meinung ist uns wichtig. Senden Sie uns Ihr Feedback zu diesem Artikel an: [email protected]

Lesen Sie mehr zum Thema
weltbune Banner