Naher Osten

Von der Welt verlassen

Am 17. März 2010 schossen in der südsyrischen Stadt Daraa Sicherheitskräfte auf Demonstranten – es war der Beginn des bis heute andauernden Bürgerkriegs.

Cedric Rehman
10 Min
Die Völker der Welt schauen schon lange nicht mehr auf diese Stadt: Massendemonstration in Idlib zum zehnten Jahrestag des Beginns des syrischen Bürgerkriegs.

Die Völker der Welt schauen schon lange nicht mehr auf diese Stadt: Massendemonstration in Idlib zum zehnten Jahrestag des Beginns des syrischen Bürgerkriegs.

© dpa

Unter den Regierungsgegnern bildete sich die „Freie Syrische Armee“ (FSA), ein Zusammenschluss von unterschiedlichen, oft islamistisch orientierten Rebelleneinheiten. Es folgte ein Gemetzel, bei dem Giftgas, Fassbomben und weißer Phosphor auf syrische Städte regnete. Alle Konfliktparteien begingen Gräueltaten. Die Terrormiliz IS nutzte 2014 die Wirren, um Territorium für ihr sogenanntes Kalifat zu erobern. 2015 griff Russland auf Seiten Assads in den Krieg ein. Die USA bekämpften auf syrischem Boden den IS und gemeinsam mit Israel auch die iranischen und pro-iranischen Verbündeten Assads. Die Türkei zog in Syrien ebenfalls mehrmals in den Krieg. Sie sieht in der Kurdischen Selbstverwaltung im Nordosten Syriens eine Bedrohung. Wie viele Opfer die Kämpfe bisher gefordert haben, lässt sich kaum schätzen. Eine letzte Zahl nannte die UN vor fünf Jahren. Sie ging 2016 von mehr als 400.000 Toten aus.

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