Am 4. Mai 1970 begannen auf der östlichen Seite des Glienicker Sees bei Kladow Arbeiten zur Kanalisierung des Verbindungsgrabens. Dieser Graben schloß den Glienicker See an den Sakrower See an und öffnete damit jenem den Abfluß in die Havel. Bei den Bauarbeiten an den DDR-Grenzbefestigungen nach dem 13. August 1961 war der Verbindungskanal zugeschüttet worden. Daraufhin stieg in regenreichen Jahren der Wasserspiegel des nunmehr abflußlosen Glienicker Sees in einem solchen Maße an, daß es zu Überschwemmungen auf West-Berliner Gebiet kam. Eine besonders starke Überschwemmung gab es in dem extrem feuchten Frühjahr 1970 der Fall. Große Erholungsflächen, das Strandbad, das Gelände des Strandcafes und Wochenendparzellen waren überflutet. Da durch das Hochwasser auch die Anlagen des von der DDR betriebenen Wasserwerkes bei Sakrow gefährdet waren, wurden die DDR-Behörden unerwartet schnell aktiv. Die Regulierungsarbeiten im Grenzbereich wurden von einem gepanzerten Fahrzeug überwacht. +++
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