Am 19. Juli 1969 sprach in der Gedenkstätte Plötzensee Bundespräsident Heinemann aüs Anlaß des 25. Jahrestages des Attentats auf Hitler. "Ein guter Deutscher kann kein Nationalist sein", sagte er im Hinblick auf rechte Tendenzen in der Gesellschaft. Der seit 1870 im deutschen Volk gezüchtete gewalt. tätige Nationalismus habe in den beiden nachfolgenden Weltkriegen genug Unheil angerichtet. Es gelte, "allen neuen Anfängen sehr entschlossen zu wehren". Das deutsche Volk dürfe nicht der Frage ausweichen, wie es zum "Dritten Reich", zu Rassenwahn und Eroberungssucht gekommen sei. Die staatliche Nachrichtenagentur der DDR hatte gegen den Besuch Helnemanns in West-Berlin protestlert und von einer Provokation gesprochen.
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