Afghanistan ist ein Binnenland, und seine Außenpolitik folgt seit jeher der Geografie seiner Handelswege. Über Jahrzehnte führte der wichtigste dieser Wege nach Süden, über die pakistanischen Häfen Karatschi und Gwadar. Ein zweiter verlief nach Westen, über den iranischen Hafen Tschabahar zum Indischen Ozean. Beide Routen sind 2026 zugleich unzuverlässig geworden. Was übrig bleibt, ist der Norden, und dorthin richtet Kabul seine Diplomatie nun mit einer Konsequenz aus, die noch vor wenigen Jahren undenkbar war.
Handelswege
Vor wenigen Jahren undenkbar: Zwei große Kriege drängen Afghanistan nach Zentralasien
Weil Pakistan im Süden Krieg führt und die Straße von Hormus im Westen blockiert war, sucht Kabul seinen Weg zur Welt zunehmend im Norden. Neue Formate zeigen, wie weit diese Wende ist.
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Kriege blockieren Afghanistans übliche Handelswege. Kabul sucht deshalb neue Zugänge zur Welt – zunehmend über Zentralasien.
© Zerah Oriane/Imago
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