Vorsorgen fürs Alter

Eva Dorothée Schmid
3 Min

Für die meisten jungen Leute ist die Rente noch weit weg. Gedanken über die Altersversorgung sollte man sich aber trotzdem schon in jungen Jahren machen. Thorsten Rudnik vom Bund der Versicherten über die richtige Altersversorgung sagt, wie es gehen könnte.Herr Rudnik, wann ist der Zeitpunkt gekommen, an dem man sich um seine Altersvorsorge kümmern sollte?Sobald man den ersten Job mit regelmäßigem Einkommen hat.Also je früher, desto besser?Ja, das zahlt sich später aus. Allerdings muss man das Geld auch haben, es macht überhaupt keinen Sinn, die Altersvorsorge auf Kredit zu finanzieren, da zahlt man mehr Zinsen, als man jemals bekommt. Wenn nur wenig Geld übrig ist, dann sollte man sich zuerst um die Berufsunfähigkeitsversicherung kümmern, dann erst um die Altersvorsorge. Beides sollte aber nicht kombiniert werden, denn wenn man dann nicht mehr einzahlen kann, dann ist auch der Versicherungsschutz gefährdet.Die gesetzliche Rente reicht im Alter bei den heute Jungen nicht mehr weit. Wie kann man privat vorsorgen?Ganz wichtig ist, dass man nicht alles auf eine Karte setzt. Junge Leute sollten rund 70 Prozent in Aktien oder besser Aktienfonds anlegen. Durch die Laufzeit von 30 oder 40 Jahren werden Kursschwankungen ausgeglichen. Dabei ist wichtig, dass man nicht nur einmal, sondern kontinuierlich einzahlt, egal wie der Kurs gerade ist.Und der Rest?Eine weitere Anlagemöglichkeit sind fest verzinsliche Papiere wie zum Beispiel Bundesschatzbriefe. Die haben kein Kursrisiko und sind sehr sicher, aber die Zinsen darauf sind steuerpflichtig. Aber lieber ein bisschen Steuern bezahlen, als ein hohes Risiko eingehen. Daneben gibt es noch die Riesterrente, die kann im Einzelfall durchaus lukrativ sein, vor allem wenn man Kinder hat. Außerdem gibt es die betriebliche Altersvorsorge. Da muss man sich bei seinem Arbeitgeber erkundigen, ob das für einen in Frage kommt.Was ist mit Lebensversicherungen?Nein, die halte ich für wenig sinnvoll. Da weiß man nicht, was mit dem Geld passiert, die Überschüsse sind auch nicht mehr so interessant und außerdem sind die unflexibel: Man verpflichtet sich, ständig eine bestimmte Summe einzuzahlen, und wenn das mal nicht geht, dann drohen hohe Verluste.Wie viel des Einkommens sollte man monatlich aufwänden fürs Alter?Von der Größenordnung her sollten es schon zehn Prozent des Nettolohns sein.Das Gespräch führte Eva Dorothée Schmid.------------------------------ Täglich Tipps und Informationen für den Schritt in ein selbstständiges Leben Weitere Informationen zu diesem Thema lesen Sie unter www. jugend-schule. de Morgen: Rund um den Nebenjob Mit freundlicher Unterstützung der Berliner Bank ------------------------------ Foto: Thorsten Rudnik, Bund der Versicherten

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