Die Insolvenz des schwedischen Batterieherstellers Northvolt ist für seine Anteilseigner VW, Goldmann Sachs, Vargas und BMW ein herber Rückschlag. Nach dem Insolvenzverfahren in den USA hat der Konzern auch in seiner Heimat Schweden die Reißleine gezogen. Die europäischen Pläne einer von Asien unabhängigen Batteriefertigung für Elektromobilität dürften somit erst mal ad acta gelegt werden.
Zwar sollen die Bauarbeiten für die bei Heide in Schleswig-Holstein geplante Fabrik zur Fertigung von Zellen für bis zu einer Million Elektroautos pro Jahr weitergehen – doch wie lange noch? Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) hofft auf eine Rettung. „Ich bin noch immer guter Hoffnung, dass über das Insolvenzverfahren ein neuer Investor gefunden wird – sowohl für Heide als auch vielleicht für das schwedische Mutterunternehmen.“ Volkswagen, mit 21 Prozent Hauptanteilseigner des schwedischen Batterieherstellers, bricht nun auf Anfrage der Berliner Zeitung erstmals sein Schweigen.
Elektromobilität
Northvolt-Insolvenz: VW äußert sich erstmals zur Pleite seines Batterieherstellers
Eine von Asien unabhängige Batterieproduktion in Europa ist vorerst ad acta gelegt. Habeck hofft auf den Weiterbau der Fabrik in Schleswig-Holstein. VW bleibt gelassen.
Link kopiert
Die Artikel-URL wurde erfolgreich in Ihrer Zwischenablage gespeichert.
Eines steht fest: Die Baustelle der „Northvolt Drei“-Batteriezellenfabrik im schleswig-holsteinischen Heide wird weiter Geld kosten.
© Christian Charisius/dpa
Werden Sie Teil des Ostablishments.
Sie haben bereits ein O+ Abo?