Kommentar

Wahlkampfhelfer der AfD: Warum der Spiegel will, dass Ulrich Siegmund gewinnt

Der Spiegel hat der AfD absichtlich geholfen. So wie CNN einst Donald Trump. Das Magazin hat keine Angst vor einer AfD-Regierung, es braucht sie. Ein Kommentar.

7 Min
Die Leitmedien im Allgemeinen und der Spiegel im Besonderen sind eine symbiotische Beziehung mit der AfD eingegangen: Sie hilft den Verlagen genauso wie der Partei.

Die Leitmedien im Allgemeinen und der Spiegel im Besonderen sind eine symbiotische Beziehung mit der AfD eingegangen: Sie hilft den Verlagen genauso wie der Partei.

© BODE/IMAGO

Der Spiegel will, dass Ulrich Siegmund Ministerpräsident von Sachsen-Anhalt wird. Klingt komisch, ist aber so. Am Donnerstagabend erschien die neue Ausgabe des Wochenmagazins. Auf dem Titel ein Bild des AfD-Spitzenkandidaten im Stil eines Fahndungsfotos. „Der gefährlichste Mann Deutschlands“, steht darunter. Kein Terrorist, kein Massenmörder, kein Islamist, nein, ein 35 Jahre alter ostdeutscher Duftexperte ohne Vorstrafen soll der gefährlichste Mann der Republik sein. Das glaubt zwar niemand in Hamburg, aber es hat extremen Gruselfaktor – und verkauft sich gut.

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