Im Waldgebiet zwischen Niesky und Sandschenke im Landkreis Görlitz ist am Ostermontag ein großflächiger Brand ausgebrochen. Die Polizei geht davon aus, dass das Feuer nicht natürlichen Ursprungs war, und ermittelt wegen Brandstiftung sowie fahrlässiger Brandstiftung. Ob die Flammen absichtlich gelegt wurden oder durch Unachtsamkeit entstanden, ist laut einem Polizeisprecher bislang unklar.
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Wie Kreisfeuerwehrsprecher Mathias Krause mitteilte, brannten in der Gemeinde Hähnichen mehrere Hektar Nadelwald an zwei verschiedenen Stellen. An der ersten Brandstelle wurden rund vier Hektar einer Schonung mit jungen Bäumen zerstört, an der zweiten griffen die Flammen auf etwa 2500 Quadratmeter über. Starke Winde trieben das Feuer als sogenanntes Wipfelfeuer bis in die Baumkronen und beschleunigten die Ausbreitung erheblich.
Rund 70 Einsatzkräfte mit 20 Fahrzeugen aus mehreren Ortswehren bis nach Rothenburg bekämpften den Brand, unterstützt von der Drohnenstaffel der Berufsfeuerwehr Bautzen. Da keine Hydranten in der Nähe lagen, wurde Löschwasser per Pendelverkehr aus Niesky und Trebus herangeschafft. Etwa zweieinhalb Stunden nach der Alarmierung gegen 15 Uhr waren die Flammen erstmals unter Kontrolle, die Nachlöscharbeiten dauerten bis nach 18 Uhr. Die B115 war während des Einsatzes halbseitig gesperrt. (mit dpa)
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