Der frühere ARD-Sportmoderator Waldemar Hartmann hat mit einer Äußerung über die Berliner Linken-Spitzenkandidatin Elif Eralp eine Welle der Kritik ausgelöst. Politiker mehrerer Parteien werfen dem 78-Jährigen Rassismus vor.
Hartmann hatte auf der Plattform X zunächst die politischen Positionen der Berliner Linken angegriffen. Anschließend schrieb er: „Ich habe einfach ein Problem damit, dass eine Regierende Bürgermeisterin der deutschen Hauptstadt Berlin Elif Eralp heißt.“
Die CDU-Politikerin und Staatsministerin im Auswärtigen Amt, Serap Güler, reagierte empört. Man könne Eralp und ihre Partei durchaus scharf kritisieren. Hartmanns Aussage sei jedoch „ohne Wenn und Aber blanker Rassismus“. Auch die frühere Linken-Vorsitzende Janine Wissler warf Hartmann Rassismus vor.
Gemischte Reaktionen unter dem X-Beitrag
Auch in den Kommentaren unter Hartmanns Beitrag auf X zeigt sich ein geteiltes Bild. Der Nutzer Matthias Liebl schrieb: „Ist egal wie jemand heißt! Kompetenz und Vertrauen sind wichtig!“ Nutzer Denny Moritz äußerte sich dagegen abfällig über Berlin und schrieb, die Stadt müsse „nochmal niederbrennen, bevor es vernünftig wiederaufgebaut werden kann“.
Hintergrund der Debatte ist die aktuelle Regierungsbildung in Berlin. Die Linke war bei der Abgeordnetenhauswahl im September stärkste Kraft geworden. Als Spitzenkandidatin ihrer Partei strebt Eralp das Amt der Regierenden Bürgermeisterin an. An diesem Montag beginnen laut t-online die Koalitionsverhandlungen mit SPD und Grünen.
Ihre Meinung ist uns wichtig. Senden Sie uns Ihr Feedback zu diesem Artikel an: [email protected]