Der US-Schauspieler Walter Koenig, bekannt als Pavel Chekov aus der Originalserie „Star Trek“, ist tot. Er starb nach Angaben seines Agenten am Sonntag im Alter von 90 Jahren in seinem Haus im kalifornischen North Hollywood. Das US-Promiportal TMZ meldete den Tod an diesem Montag unter Berufung auf Koenigs Sprecher zuerst, das Branchenmagazin TVLine bestätigte dies.
In einer Erklärung seines Managements hieß es, Koenig habe mit seinem Optimismus, seinem Humor und seinem Abenteuergeist Generationen von Fans inspiriert. Zuletzt sei er für seine Rolle in dem Kurzfilm „Mr. Fleischmann“ bei den Independent Shorts Awards 2026 als bester Hauptdarsteller ausgezeichnet worden.
Rolle seit 1967
Koenig verkörperte den russischen Navigationsoffizier Chekov ab 1967 in 36 Folgen der im bundesdeutschen Fernsehen als „Raumschiff Enterprise“ ausgestrahlten Serie. Chekov war der junge, ehrgeizige Navigator der Enterprise, gewissenhaft im Dienst, bisweilen vorlaut und ausgesprochen stolz auf seine russische Herkunft.
Leonard Nimoy als Mr. Spock (links) und Walter Koenig als Pavel Chekov in einer Szene aus „Raumschiff Enterprise“.
© ZUMA Press/imago
Wie die offizielle Website StarTrek.com hervorhebt, sorgte vor allem seine Angewohnheit für komische Momente, nahezu jede bedeutende Erfindung und Entdeckung Russland zuzuschreiben. Dass ein Russe mitten im Kalten Krieg selbstverständlich zur Mannschaft von Captain Kirk gehörte, verkörperte zugleich die Vorstellung einer Zukunft, in der die politischen Gegensätze der Gegenwart überwunden waren.
Später kehrte Koenig in mehreren „Star Trek“-Kinofilmen in die Rolle zurück. Seine Karriere hatte er in den frühen 1960er Jahren mit kleineren Fernsehauftritten begonnen, unter anderem in „I Spy“. Außerhalb des „Star Trek“-Universums war er vor allem als Alfred Bester in der Science-Fiction-Serie „Babylon 5“ zu sehen.
Nur noch zwei der Hauptdarsteller leben
Von den sieben zentralen Darstellern der ursprünglichen Enterprise-Crew leben nach Koenigs Tod nur noch William Shatner und George Takei. Koenigs Sohn Andrew war 2010 gestorben, seine Frau Judy, mit der er fast 60 Jahre verheiratet war, im Jahr 2022.
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