Verkehr

Warnstreiks: Einschränkungen in Rennsteig- und Hochwaldtunnel

Auf der A71 sind mehrere Tunnel aufgrund von Warnstreiks gesperrt. Verdi fordert höhere Löhne für 14.000 Beschäftigte der Autobahn GmbH.

OAZ
2 Min
Auch der Rennsteig-Tunnel ist bis voraussichtlich Freitagmorgen teilweise gesperrt.

Auch der Rennsteig-Tunnel ist bis voraussichtlich Freitagmorgen teilweise gesperrt.

© Steve Bauerschmidt/IMAGO

Seit Donnerstagmorgen sind Autofahrer auf der A71 im Thüringer Wald von Einschränkungen betroffen. Die Gewerkschaft Verdi hat Beschäftigte der Zentralen Betriebsleitstelle Zella-Mehlis zum Warnstreik aufgerufen, der die Tunnelkette Rennsteig, Hochwald, Alte Burg und Berg Bock betrifft. Pro Fahrtrichtung ist in jedem Tunnel eine Spur gesperrt. Eine vollständige Sperrung konnte durch Notdienste vermieden werden. Der Streik soll bis Freitagmorgen andauern.

Hintergrund des Warnstreiks sind die laufenden Tarifverhandlungen mit der Autobahn GmbH des Bundes. Verdi fordert für die rund 14.000 Beschäftigten eine Gehaltserhöhung um sieben Prozent, mindestens jedoch 300 Euro monatlich mehr. Die Gewerkschaft kritisiert das bisherige Angebot des Arbeitgebers, das eine Laufzeit von 29 Monaten vorsieht und einen Mindestbetrag ablehnt, der insbesondere die unteren Lohngruppen entlasten würde. Die Autobahn GmbH strebt nach eigenen Angaben bei der nächsten Verhandlungsrunde am 25. und 26. Februar einen „ausgewogenen Abschluss“ an.

Bereits am Mittwoch hatten Mitarbeitende der Autobahnmeistereien Erfurt und Zella-Mehlis ihre Arbeit niedergelegt. Der aktuelle Streik ist Teil einer bundesweiten „Streikwoche“, mit der Verdi den Forderungen Nachdruck verleihen will. Autofahrerinnen und Autofahrern wird empfohlen, die Strecke zwischen Gräfenroda und Suhl zu meiden oder mehr Zeit einzuplanen. (mit dpa)

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